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Lokalsport Handballerinnen vom TuS Bergen verlieren gegen MTV Rohrsen
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20:51 17.09.2017
Celle

„Mit der Leistung kann man nicht zufrieden sein“, sagt TuS-Trainer Dominik Blancbois, dem die Enttäuschung nach dem Spiel deutlich anzuhören war. „Wir haben nur 20 Minuten gut gespielt und 40 Minuten schlecht. Das ist einfach zu wenig für die Oberliga.“ Gleich zu Beginn sind die Bergerinnen schwer in die Partie gestartet. „Das Deckungsspiel war schwach und unsere Angriffe sind kaum in Schwung gekommen“, sagt Blancbois.

Nach den holprigen Anfangsminuten fand TuS seinen Rhythmus und schaffte es bis zur Halbzeit, das Spiel zu drehen. Mit einer Führung von 12:9 gingen die Bergerinnen in die Pause. Doch das Drei-Punkte-Polster war deutlich zu klein, um den folgenden Absturz des TuS abzufedern. „Bis zur 35. Minute war alles in Ordnung“, sagt Blancbois. Dann kam der Einbruch. „Nachdem wir ganz ordentlich gespielt hatten, kam eine Phase, in der wir richtig schlecht waren. Die Mannschaft war total unkonzentriert“, so der Trainer, der damit deutliche Worte für die gezeigte Leistung seiner Mannschaft findet. Nach einigen schnellen Kontern von Rohrsen war die Führung verspielt. Den Bergerinnen gelang unterdessen in der Vorwärtsbewegung kaum noch ein solider Angriff, sodass sich die Heimmannschaft eine Führung mit vier Toren erarbeitete.

Damit war die Partie so gut wie entschieden. TuS rannte dem Vorsprung des MTV nur noch hinterher. Doch die Mannschaft aus Rohrsen ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und brachte die Führung souverän über die Zeit. Besonders frustrierend für Blancbois: „Man hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass man da herauskommen kann. Doch wir waren einfach nicht zielstrebig genug.“ Letztendlich hat der Kopf einfach nicht mitgespielt, ist sich Blancbois sicher. „Man sieht, dass die letzte Konsequenz gefehlt hat. Wenn wir uns konzentrieren, dann sind wir gut. Das hat man im letzten Spiel gesehen, als wir zu Hause gewonnen haben.“

Doch nur zu Hause die Spiele zu gewinnen, reicht dem TuS-Trainer nicht. „Man merkt, dass sich die Mädels zu Hause wohler fühlen und dann auch konzentrierter Spielen. Das ist verständlich und so geht es den Männern auch. Aber Heimstärke allein könnte im nächsten Spiel schon nicht ausreichen. Denn dann geht es gegen Hildesheim und die sind in jeder Partie der Favorit. Wenn wir dann so spielen, wie heute, dann könnte das sehr deutlich ausfallen.“

Sollten die Bergerinnen in der kommenden Partie erneut eine Niederlage verbuchen, wäre das fatal für die Moral, ist sich Blancbois sicher. Deshalb wolle er im Training jetzt an der Mentalität seiner Mannschaft arbeiten. „Es fehlt das Vertrauen in die eigene Stärke. Deshalb müssen wir zielstrebiger werden.“ Ansonsten wird es eng für das Team aus Bergen.

Doch so früh in der Saison gibt es natürlich keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Es ist noch genug Zeit, dass wir die Punkte zusammenkriegen, die wir brauchen.“