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Lokalsport Heimdebakel für dezimierte Escheder
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19:31 03.09.2017
Da standen sie noch auf dem Platz: Eschedes Christopher Gierke (beim Schuss) erlitt später in der Partie - gegen Schneverdingen einen Bänderriss, Matthis Heidenreich (im Hintergrund) musste mit Gelb-Rot vom Platz. Quelle: David Borghoff
Eschede

Das Geschehen auf dem Rasen spielte sich von Beginn an vornehmlich in der Hälfte der Gastgeber ab und hatte für diese gleich den ersten Nackenschlag parat. Ein tief gespielter Ball überraschte Eschedes zu weit aufgerückte Abwehrkette. Schneverdingens Niklas Goelitzer umkurvte Torwart Kai John und schob zum 0:1 (8.) ein. Nur fünf Minuten später hätte Florian Schöning den 1:1 Ausgleich erzielen müssen. Aber perfekt bedient von dem über rechts durchgebrochenen Maik Kirchhoff schob er das Leder freistehend am Tor vorbei. Nur 120 Sekunden später schied „Chrissie“ Gierke mit Bänderriss aus, was Eschedes Ausgleichsbemühungen nochmals einen herben Dämpfer versetzte.

Trotzdem waren die Schwarz-Weißen jetzt besser im Spiel ohne jedoch nach vorne für Akzente zu sorgen. Dafür machte man jetzt auf dem Platz unnötigerweise Nebenkriegsschauplätze auf, wobei Schneverdingens erfahrener Kapitän Hauke Hübscher zur Reizfigur wurde. Dezimiert starteten die Gastgeber in die zweite Halbzeit, denn Matthis Heidenreich hatte noch vor der Pause die Gelb-Rote Karte gesehen. Diese personelle Überlegenheit nutzten die Gäste eiskalt. Zunächst rettete zwar noch der gute Torwart John in einer Eins-zu-eins-Situation (48.), war dann aber geschlagen als der steil angespielte Steven Sieling das 0:2 (54.) erzielte.

Als derselbe Spieler nur zwei Minuten später aus kurzer Distanz für das 0:3 (56.) sorgte, war das Spiel gelaufen. „Diese Tore dürfen wir so nicht kriegen. Da stimmte die Zuordnung nicht“, war Trainer Ewert mit dem Abwehrverhalten seiner Elf nicht zufrieden. Die klar tonangebenden Gäste spielten nun „ihren Stiefel“ locker herunter und Eschede war zumindest gewillt, den Rückstand nicht noch anwachsen zu lassen. Bei einem eigenen schönen Konter über Maik Kirchhoff kam der unglücklich agierende Kevin Schöneck einen Schritt zu spät und verpasste die Möglichkeit zum Ehrentor. Auf der anderen Seite war es wieder Steven Sieling (89.), der nach einer Ecke völlig freistehend nicht nur seinen Hattrick, sondern auch den 0:4-Endstand mit einem Kopfballtor perfekt machte. „Mit nur zehn Mann hatten wir gegen die cleveren Gäste keine Chance, den Rückstand aufzuholen“, so Eschedes Trainer Sven Ewert.

Von Jochen Strehlau