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Lokalsport Hermannsburg mit Hei(de)land Games auf schottischen Spuren
Sport Sport regional Lokalsport Hermannsburg mit Hei(de)land Games auf schottischen Spuren
14:59 11.06.2012
Bei der Disziplin "Tossing the Caber" (Baumstammwurf) ist neben Kraft auch die richtige Technik von Bedeutung Quelle: Alex Sorokin
Hermannsburg

Früher dienten diese Spiele den schottischen Clanchefs dazu, geeignete, mutige Clan-Mitglieder auszufiltern, um gegen die Engländer zu kämpfen. Heutzutage steht dagegen nur der sportliche Spaß im Vordergrund.

Dieser Spaß, verbunden mit einem attraktiven Rahmenprogramm wie schottischer Folk-Musik oder einem Testen verschiedener Whisky-Sorten, soll am Wochenende vom 29. Juni bis zum 1. Juli zahlreiche Zuschauer zur Hei(de)land-Games-Premiere in den Örtzepark der Gemeinde locken. Dabei stehen die sportlichen Wettkämpfe im Vordergrund. 24 Teams mit je fünf Sportlern und einem Ersatzmann haben sich bereits angemeldet, um sich um den Titel des Hei(de)land-Champions in elf traditionellen Wettkampf-Disziplinen zu duellieren.

Doch bevor die Wettkämpfe starten können, müssen alle Disziplinen zunächst ausgiebig trainiert und geprobt werden, damit bei der späteren Veranstaltung auch alles nach Plan läuft. Bei der Generalprobe standen zwar noch nicht alle Disziplinen zum Antesten bereit, aber der erste Eindruck lässt auf aufregende Spiele hoffen. Die über 15 Monate andauernde Planungsarbeit des Organisationsteams um Thomas Hermsdorf und Uwe de Klarke hat sich gelohnt. Über 150 Gäste übten sich an den Spielen.

„Noch ist es eine Spaßveranstaltung“, sagte Hermsdorf, 1. Vorsitzender des Örtze-Rings. „Die Hei(de)land-Games sollen sich im Laufe der Jahre aber zu einer festen Institution entwickeln.“ Dieser Ansporn war bei der gut organisierten Generalprobe zu spüren: „Natürlich gibt es aber noch immer Kleinigkeiten, die man verbessern kann.“

Claudia Ruckdeschel, Mitglied des „Clans“ (der Wettkampfgruppe) „Heide Mudo-Kwan“ versuchte sich in der Disziplin „Tossing the Caber“, dem Baumstammwerfen, wie er zu jeden Highland-Games gehört. Auch nach wiederholten Versuchen schaffte sie es nicht, den Baumstamm einmal in der Luft zu drehen: „Ich dachte, der Stamm wäre ein bisschen leichter gewesen. Aber für solche Erkenntnisse ist die Generalprobe ja da.“ Noch fehlte bei ihr die klassische schottische Tracht wie der traditionelle Kilt-Rock, der für jeden Teilnehmer Pflicht ist.

Unter der Anleitung des erfahrenen Highland-Games-Sportlers Thomas Schacht, der sich als Berater den Veranstaltern zur Verfügung gestellt hatte, lernten die Wettkämpfer einige Tricks für den Stichtag am 30. Juni dazu. Die benötigt Matthias Jansen vom Clan „Fitness-Studio Faßberg“ nicht. Als „Strongman“-Veteran kannte er bereits einige Disziplinen wie das Steinkugeltragen. „Für mich gibt es keinen zweiten Platz“, so das Kraftpaket siegessicher.

Von Andre Batistic