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Lokalsport Hermannsburger Frauen sind erstklassig
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18:28 24.09.2018
Von Heiko Hartung
Sie haben es gemeinsam geschafft:Paula Sommer (Mitte) trug mit ihrem Sieg zum Hermannsburger Meistertriumph bei. Auch die frühere TuS-Bundesligakämpferin Mirja Pries (links) reihte sich in die Jubelwelle ein. Quelle: Kimberly Wojahn
Hermannsburg

Als ihnen der Titel sicher war, gab es kein Halten mehr: Mit der „La-Ola-Welle“ haben die Hermannsburger Judo-Frauen die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord mit ihren etwa 150 Fans gefeiert. Zuvor hatten die TuS-Kämpferinnen in sieben hochklassigen Matten-Duellen die nötigen Punkte gegen Verfolger Adler Bottrop eingesammelt – 5:2 hieß es am Ende in der Sporthalle des Christian-Gymnasiums für die Hermannsburgerinnen, denen auch eine knappe Niederlage zum Titeltriumph gereicht hätte.

Mittendrin in dem Jubelgetümmel stand der „Vater des Erfolges“: Dieter Wermuth krönte seine jahrzehntelange Trainerkarriere mit einem weiteren Höhepunkt. „Ein schöneres Abschiedsgeschenk hätten mir meine Mädels gar nicht machen können“, sagte der Coach, der bereits im Vorfeld seinen Rückzug aus dem Judosport zum Saisonende erklärt hatte. Der 65-Jährige muss aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten und verlässt den TuS nach 38 Jahren. Zu seinem letzten Auftritt als Coach am Rand des Mattenvierecks waren viele Weggefährten Wermuths gekommen, unter anderem die frühere Bundesliga-Kämpferin Heike Otte (geborene Alms) stilecht im Judo-Anzug.

Neben einer Collage aus Erinnerungsfotos bekam Wermuth zum Eintritt in die „Judo-Rente“ noch einen „Altersruhesitz“ geschenkt: Ein gemütlicher Relax-Sessel wird künftig das Wohnzimmer der Wermuths in Klein Hehlen schmücken. „Damit Dieter auch wirklich mal die Beine hochlegt“, sagte Abteilungsleiter Frank Walzer. Bei der Meisterparty, die gleichzeitig eine Abschiedsfeier für die Trainer-Legende war, würdigten die Hermannsburger Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann sowie der TuS-Vorsitzende Georg Gremels und der Ehrenvorsitzende Wolfgang Bödeker die Leistungen und Verdienste Wermuths um den Verein und den Judosport. Da musste der Geehrte schon ein kleines Tränchen verdrücken.

Zuvor hatten seine Kämpferinnen gezeigt, dass sie den Meistertitel zu Recht tragen: Der fünfte Sieg im fünften Saisonwettkampf war nie in Gefahr. Nach dem erfolgreichen Auftakt von Lena Busemann war die Niederlage der Niederländerin Paula Borgonje zwar nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Dafür holte Paula Sommer etwas überraschend einen Siegpunkt nach einer couragierten Vorstellung. Als Miriam Garmatter den dritten Punkt für Hermannsburg gesichert hatte, war die Meisterschaft bereits unter Dach und Fach. Katharina Wendt und Freya Wendt (beide sind nicht verwandt) bauten die Führung aus. Die Niederlage von Freyas Zwillingsschwester Asa Wendt trübte den erstklassigen Erfolg nicht.

Die große Frage ist nun, ob Hermannsburg auch sein Aufstiegsrecht wahrnimmt. „Wir haben bis zum 31. Oktober Zeit, uns zu entscheiden, ob wir in die 1. Bundesliga hochgehen“, sagt Walzer. Andernfalls müsste das Team runter in die Landesliga. „Da würden unsere niederländischen Gastkämpferinnen allerdings nicht mehr für uns antreten“, so Walzer. Knackpunkt: Die organisatorischen und finanziellen Anforderungen wären im Oberhaus deutlich höher als bisher in der 2. Liga. Und auch einen neuen Bundesliga-Trainer müssten sich die Hermannsburger suchen – denn Dieter Wermuth hat ja schließlich die Judomatte gegen den Sessel getauscht.

TuS Hermannsburg – Adler Bottrop 5:2 (47:17): Lena Busemann (+78 Kilogramm) – Andrea Berghaus 10:0, Paula Borgonje (-57 kg) – Sarah Elena Sachse 0:7, Paula Sommer (-70 kg) – Martina Fritsch 7:0, Miriam Garmatter (-63 kg) – Dagmar Götz 10:0, Katharina Wendt (-78 kg) – Jessika Grube 10:0, Asa Wendt (-52 kg) – Sarah Katharina Hapke 0:10, Freya Wendt (-48 kg) – Jana Neumann 10:0.

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