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Lokalsport Herzogstadt kontra Ruhrpott: Wochenende der Wahrheit für TuS Celle 92
Sport Sport regional Lokalsport Herzogstadt kontra Ruhrpott: Wochenende der Wahrheit für TuS Celle 92
10:47 16.12.2016
Von Oliver Schreiber
Der Höhepunkt des Tages heute in der Sporthalle der Altstädter Schule ist das Duell zwischen Celles Spitzenspieler Philipp Floritz (Foto) und dem Japaner Koyo Kanamitsu. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Die Herzogstädter müssen gleich zweimal ran – jeweils gegen Teams aus dem Ruhrpott. Am Samstag um 15 Uhr treffen die Blau-Gelben daheim in der Sporthalle der Altstädter Schule auf den Vierten TTC Ruhrstadt Herne (11:3), am Sonntag (15 Uhr) müssen sie die hohe Auswärtshürde beim Spitzenreiter TTC GW Bad Hamm (15:1) überspringen. Zudem steht noch das Duell zwischen dem Dritten Hertha BSC Berlin (13:3) und Herne auf dem Programm. „Wir benötigen unbedingt zwei Punkte aus beiden Spielen, um aus eigener Kraft Meister werden zu können. Noch besser wären natürlich drei“, meint TuS-Trainer Frank Schönemeier.

Celles Heimspiel-Gegner Herne ist höchst international unterwegs. Alle fünf Spieler aus dem Kader haben unterschiedliche Herkunftsländer. Spitzenspieler Koyo Kanamitsu kommt aus Japan und ist die aktuelle Nummer 21 der U18-Weltrangliste – und damit 23 Plätze besser eingestuft als Deutschlands Bester. Das ist Celles Tobias Hippler, der jüngst bei der WM nur knapp an einer Medaille vorbeischrammte. Kanamitsu war übrigens nicht dabei, weil ihn die Japaner nicht nominiert hatten – vor ihm stehen nämlich noch sieben weitere Akteure aus dem Land der aufgehenden Sonne. Hippler will gegen Kanamitsu eine Überraschung schaffen.

Auch Celles Nummer eins Philipp Floritz wird im Topspiel des Tages auf Kanamitsu treffen. „Die WM hat gezeigt, dass die Japaner in diesem Jahr die besten Nachwuchsspieler haben. Ich habe ihn leider noch nicht spielen sehen. Aber nach seinen bisherigen Ergebnissen ist mir klar, dass er nur sehr schwer zu bezwingen sein wird“, schätzt Floritz.

An Position zwei bei den Hernern geht der Serbe Uros Gordic an die Platte, der in der vergangenen Saison bereits der Zweitliga-Truppe der Herner angehörte. Zwei Siege gegen ihn sind für die Celler fast Pflicht, um den ersten Punktverlust zu vermeiden.

Mit dem Bulgaren Vladimir Petkov und dem Schweden Johan Hagberg haben die Gäste nämlich das bisher erfolgreichste hintere Paarkreuz der 3. Liga. Die Last der Verantwortung liegt hier auf TuS-Kapitän Nils Hohmeier, der mit beiden Gegnern bisher auf Augenhöhe gespielt hat. „Gegen Seligenstadt habe ich sicher nicht mein bestes Tischtennis gezeigt. Ich bin aber überzeugt, dass ich gegen Herne wieder deutlich besser bin und hoffe, dass ich das letzte entscheidende Spiel für meine Mannschaft gewinnen kann“, erklärt Hohmeier. Zum Celler Kader gehören noch Cedric Meissner und Yannick Dohrmann, bei Herne steht noch der Iraner Mohammadreza Akhlaghpasand auf der Liste.

Noch härter wird die Aufgabe tags darauf in Hamm. Dort wird ein Zuschauerrekord erwartet – auch die Celler Fans werden zahlreich vertreten sein. Die beiden eingesetzten Busse sind voll besetzt. Der Sieger dieser Partie ist Herbstmeister. „Das ist unser Ziel. Und dann werden wir noch ordentlich feiern“, verspricht Coach Schönemeier.