Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Hetendorfer wirbelt mächtig Staub auf
Sport Sport regional Lokalsport Hetendorfer wirbelt mächtig Staub auf
19:03 27.09.2018
Von Christian Link
Sven Kiedrowski hat bei der Enduro-Europameisterschaft 2018 den vierten Platz in der Gesamtwertung erreicht. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hetendorf

"Es können nicht viele von sich behaupten, dass sie das Ding gewonnen haben", freut sich der Motorradsportler, der nur knapp an einem noch viel größeren Erfolg vorbeischrammt ist: In der EM-Gesamtwertung lag er am Ende auf Rang 4. Das Podest war in Reichweite.

Bei vier Rennen in vier Ländern ging Kiedrowski an den Start: in Italien, Rumänien, Schweden und Polen. Bei den insgesamt neun Läufen landete er meistens irgendwo zwischen Rang 3 und 6. Neben seinem Sieg freut sich Kiedrowski vor allem über Rang zwei beim Prolog in Schweden hinter dem siebenfachen Weltmeister Anders Eriksson. "Der 4. Platz – das passt schon", sagt Kiedrowski rückblickend und doch hätte er es gerne noch aufs Treppchen geschafft: "Beim Endlauf in Polen hat nicht mehr viel gefehlt."

Für den 41-Jährigen, der sich nach 22 Renn-Jahren über Trophäenmangel nicht beklagen kann, ist das Ergebnis einer der größten Erfolge seiner Motorradsportkarriere. "Eine EM zieht schon etwas mehr", sagt der deutsche Enduro-Mannschaftsmeister von 2007, der extra für den EM-Endlauf auf das zeitgleich angesetzte Finale der deutschen Motocross-Meisterschaft verzichtete – obwohl er zu diesem Zeitpunkt in Führung lag. Aber die Prioritäten hat Kiedrowski klar gesetzt: "Ich bin hauptsächlich ein Enduro-Fahrer."

Als Inhaber eines Offroad-Shops war es für Kiedrowski nicht leicht am internationalen Renngeschehen teilzunehmen. Allein für das Rennen im rumänischen Bacau legte sein Team rund 2000 Kilometer pro Strecke zurück. "Die Straßen da sind so übel schlecht, dass wir da nicht mit unserem Renntruck fahren konnten. Wir mussten auf einen Sprinter umsteigen", berichtet der Chef des Kiedrowski-Racing-Teams. Neben seiner Ehefrau Anni waren Mechaniker Andreas Piche und Betreuer Edgar Radtschun bei allen vier Rennen mit dabei.

"Beim Endurosport ist Fitness ganz wichtig", verrät Kiedrowski. "Vom Gelände her waren alle Läufe nicht wirklich schwierig, aber über die Zeit einfach zermürbend." In Bacau legte er an zwei Renntagen rund 470 Geländekilometer zurück. Bei so langenStrecken müsse natürlich auch die Technik mitspielen. Der 41-Jährige verlässt sich da ganz auf seine Husqvarna FE 450, die mit 56 PS maximal 165 Stundenkilometer erreicht.

Natürlich komme es auch auf Motorradbeherrschung und Erfahrung an. "Sich die richtige Spur auszusuchen, kann den entscheidenden Vorteil bringen", sagt Kiedrowski, der seine eigene Erfahrung nun verstärkt die jungen Rennfahrer in seinem Racing-Team weitergeben will. Ob er 2019 wieder bei der EM mitmacht, sei noch unklar. Kiedrowski: "Der Fokus liegt jetzt auf der Jugendförderung."

Mit elf Athleten ist der Celler Schwimm-Club am Wochenende beim 1. Internationalen Swim-Festival von Hannover 96 aufgelaufen. Große Erfolge gab es zwar nicht, trotzdem kam kein Verdruss auf.

Christian Link 27.09.2018

Fußball-Talk mit vier Trainern und einem Phrasenschwein, zwei Derbys und eine Zeltparty: Die Einweihung des umgebauten Escheder Sportheims wird zwei Tage lang gefeiert.

Heiko Hartung 26.09.2018

Auf diesen Stau freut sich ganz Celle: Der "Traffic Jam" ist am Sonntag eine von sechs Herausforderungen bei der Urban Challenge. 800 Teilnehmer gehen an den Start.

Christian Link 26.09.2018