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Lokalsport Hoffnung für Celler Inline-Skaterhockeyteam Dukes
Sport Sport regional Lokalsport Hoffnung für Celler Inline-Skaterhockeyteam Dukes
19:27 26.11.2014
Darüber, ob die Inline-Skaterhockeyer der Dukes mit ihrem Sport Hallenböden beschädigen, gehen die Meinungen auseinander. Quelle: Thomas Rumpf
Celle Stadt

Aufatmen bei den Dukes: Der Sportausschuss des Landkreises Celle gab am Dienstag grünes Licht für eine weitere Saison der Inline-Skaterhockey-Mannschaft Dukes Celle, die sich in der vergangenen Saison für die drittklassige Regionalliga qualifiziert hatte. Die Empfehlung des Sportausschusses an den Kreisausschuss lautet im Wesentlichen, dass sich Verwaltung und Dukes auf einen Heimspielort für die anstehenden sieben Heimspiele einigen sollen. Diese Empfehlung ist nicht bindend. Es besteht aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Meinung des Sportausschusses auch vom Kreisausschuss getragen wird.

Dabei sah es zunächst nicht gut aus für die Rollsportler. Uwe Schattke vom Institut für Sportstättenprüfung zeigte den Anwesenden Schock-Bilder einer erst drei Monate alten Krefelder Halle, die durch den dort betriebenen Rollsport arg mitgenommen wurde. Auch Reinhard Toboll brachte noch einmal seine Bedenken wegen der fehlenden Haftung durch den Hersteller des Hallenbodens zum Ausdruck. „Fakt ist, Garantie und Kulanz erlöschen, sobald Rollsport darauf betrieben wird“, betonte der Sportamtsleiter.

Daraufhin wurde die Sitzung unterbrochen und Thomas Rumpf, Vorsitzender des Skate Teams Celle, legte seine Sichtweise dar. Zunächst entkräftete er die Bilder des Gutachters, in denen er die Spielausrüstung vorstellte. „In Krefeld wird Inline-Hockey gespielt. Das passiert mit einem Puck, nicht mit einem Ball wie beim Inline-Skaterhockey. Des Weiteren benutzen die Hallenhockeyspieler, die bereits in der Burghalle spielen, einen 160 Gramm schweren Ball. Unser Ball ist nur 100 Gramm schwer. Und schwarze Striemen können wir auch nicht hinterlassen, da bei uns Stopper verboten sind und die Rollen speziell für die Halle ausgelegt sind“, erklärte Rumpf.

Schon in der vergangenen Spielzeit wurden die Dukes von der Verwaltung nicht in die Burghalle I gelassen. Das Inline-Skaterteam wich nach Hannover aus. Dort bekommen die Rollsportler aber keine Hallenzeiten mehr, so dass Rumpfs Verein an den Verband 1000 Euro Strafe zahlen müsste, wenn sie keine Heimspielstätte finden würden.

Nach Rumpfs Vortrag, zu dem auch einige Ausschussmitglieder Fragen stellten, ging es um die Frage, wo die Dukes ihrem Sport nachgehen könnten. Susanne Methfessel, die beim Landkreis für Sportförderung und Sporthallenbelegung zuständig ist, schlug vor, die Eschenhalle in Eschede zu benutzen, da diese rollsporttauglich sei. „Sie kann am Wochenende benutzt werden“, erklärte sie. Der Vorschlag von Irene Rathe, die Sporthalle in der leer stehenden Kaserne Hohe Wende zu benutzen, wurde abgelehnt. „Die Möglichkeiten, die uns einfielen, haben wir überprüft. Bei der Hohen Wende gibt es das Problem, dass sie dem Bund gehört und dort noch kein Nutzungskonzept vorhanden ist“, sagte Methfessel.

Es steht also noch nicht ganz fest, wo die Dukes in Zukunft ihre Heimspiele austragen werden. Auf jeden Fall soll es eine Lösung zwischen ihnen und der Verwaltung geben. „Ich bin froh, dass das heute nicht der Exitus unserer Skaterhockey-Abteilung war. Auf der anderen Seite bin ich etwas enttäuscht, dass es bisher noch keine Lösung für unsere Speedskater gab. Die Eltern werden ihre Kinder bestimmt nicht unter der Woche nach Eschede fahren“, so Rumpf.

Von Alexander Hänjes