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Lokalsport Hohmeier in Höchstform beschert TuS Celle 92 ersten Punkt
Sport Sport regional Lokalsport Hohmeier in Höchstform beschert TuS Celle 92 ersten Punkt
20:14 19.10.2015
Von Oliver Schreiber
Nils Hohmeier gewann - in Seligenstadt beide Einzel - und schlug dabei auch - Ex-Nationalspieler Richard Prause. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

„Ich habe Nils zum Teil für manchen Auftritt in der Vergangenheit kritisiert“, sagte Ungruhe, „doch ich war auch immer davon überzeugt, dass er einfach Ruhe bewahren muss und sich nicht sich mit äußeren Umständen beschäftigen darf, um sein ohne Zweifel riesiges Potenzial abrufen zu können.“

Genau das tat der 17-Jährige in Seligenstadt (nahe Hanau). Er schlug sowohl den mittlerweile 47-jährigen Ex-Nationalspieler Richard Prause, jüngst zum Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Verbandes gekürt, als auch den Inder Sanil Shetty. Und zeigte dabei mit druckvollem und hartem Spiel „Tischtennis von einem anderen Stern“, wie Ungruhe euphorisch befand. „Diese Lobeshymnen hat sich Nils verdient. Von Überforderung im oberen Paarkreuz kann keine Rede sein“, meinte Ungruhe. Ebenfalls einen überzeugenden Auftritt legte der andere Celler „Bubi“ in vorderster Front, Tobias Hippler, hin. Auch der 16-Jährige rang mit einer beeindruckenden Energieleistung Routinier Prause im Entscheidungssatz nieder.

Die beiden TuS-Youngster hatten sogar den Sieg auf dem Schläger. Gegen Shetty und Matthias Bomsdorf erspielten sich die aktuellen Deutschen Jugendmeister im Doppel zwei Matchbälle, ließen die jedoch ungenutzt.

So mussten sich die Celler mit der Punkteteilung begnügen. Yannick Dohrmann landete einen ganz wichtigen Erfolg gegen Alexander Krenz – und zusammen mit Alexandru Mircea auch noch einen im Doppel. Das Duo kommt immer besser in Fahrt und ist inzwischen eine echte Waffe für die Herzogstädter. Leer ging lediglich Niklas Matthias aus, dessen Leistungsvermögen durch Klausurenstress allerdings auch eingeschränkt war. „Das Unentschieden war für uns hochverdient, wir haben uns mit dem Punkt endlich auch mal belohnt. Unsere jungen Spieler haben einmal mehr gezeigt, dass sie in der 3. Bundesliga gut mithalten können“, erklärte Schönemeier.

Der TuS-Trainer spielte auch den Chauffeur für seine Truppe. Allerdings streikte sein Fahrzeug bei der Rückfahrt noch in Seligenstadt – der ADAC musste herbeigeholt werden. So kamen die Celler erst sehr spät zu Hause an. Aber immerhin mit dem ersten Zähler im Gepäck.