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Lokalsport Im Becken mit den Besten: Celler Schwimmer Sebastian und Philipp André Brandt bei Deutscher Meisterschaft erfolgreich
Sport Sport regional Lokalsport Im Becken mit den Besten: Celler Schwimmer Sebastian und Philipp André Brandt bei Deutscher Meisterschaft erfolgreich
19:20 05.05.2014
Sebastian Brandt (großes Foto) und sein - jüngerer Bruder Philipp André schwammen - bei den Deutschen Meisterschaften in - Berlin mit den Stars um die Wette. Quelle: Mirko Seifert
Berlin

Es ist laut in der Schwimmhalle. Die Zuschauer treiben ihre Sportler bei den Deutschen Meisterschaften im Berliner Europa-Sportpark an. Alle Augen sind auf das 50-Meter-Becken gerichtet. Auch Sebastian Brandt feuert seinen jüngeren Bruder an, der im Junioren-Finale über 100 Meter Brust schwimmt. Philipp André Brandt denkt während des Wettkampfes nicht nach, er schwimmt einfach und gibt dabei alles. Schließlich erreicht der 15-Jährige als Zweiter den Beckenrand und bricht den niedersächsischen Landesrekord von 1979 in seiner Altersklasse. Danach ruht er sich aus, am nächsten Tag geht es weiter.

Über 900 Athleten waren bei den Deutschen Meisterschaft am Start. Für den Celler SC gingen die Brüder Brandt an den Startblock. „Es war eine super Stimmung in der riesigen Schwimmhalle. Die Hallen in Niedersachsen sind nichts dagegen“, beschreibt der 18-jährige Sebastian den Austragungsort im Europa-Sportpark.

In dieser Halle schwammen die beiden Schüler im gleichen Becken, in dem auch Schwimmstars wie Paul Biedermann und die Brüder Markus und Steffen Deibler starteten. Im offenen Wettkampf über 50 Meter Brust traf Philipp André auf den jüngeren Deibler-Bruder Markus. Die prominenten Sportler seien aber kaum aufgefallen. „Die haben genauso an dem Wettbewerb teilgenommen wie wir. In den A-Finals war dann das Fernsehen und viele Zuschauer da, dann standen die Top-Schwimmer schon im Mittelpunkt“, sagt der 15-Jährige Philipp André.

Mutter Natalia Brandt hatte nur Augen für ihre Jungs, die mindestens sechs Mal wöchentlich in Hannover trainieren. Sie und ihr Mann sind als Betreuer mit den Mannschaften ihrer Söhne vom Landesstützpunkt Hannover mitgefahren. „Die vier Wettkampftage waren ganz schön anstrengend“, sagt sie, aber es habe sich gelohnt. Für jeweils drei Disziplinen hatten sich beide Brüder durch ihre Platzierungen in den jeweiligen Top-100-Ranglisten qualifiziert.

Philipp André hat auch im Sprint über 50 Meter Brust einen neuen Landesaltersklassenrekord aufgestellt. Mit 29,91 Sekunden unterbot er den Rekord von 2004 um rund eine Sekunde und wurde damit ebenfalls Zweiter über diese Distanz im Junioren-Finale. Außerdem erreichte er die Normzeit des Bundeskaders und kann nun auf eine Einladung hoffen.

In der offenen Wertung über 100 und 200 Meter Brust traten die Brüder gegeneinander an. „Ich sehe darin kein Problem“, sagt Sebastian Brandt, der dachte, sein kleiner Bruder sei der Bessere über diese Strecken. Doch am Ende stand es unentschieden. Philipp André war im 100-Meter-Lauf mit Platz 44 besser als Sebastian, der auf Platz 60 landete. Im Brustschwimmen über 200 Meter hatte der Ältere die Nase vorn und steht mit Platz 46 vier Ränge über seinem Bruder. Außerdem wurde Philipp André Sechster im Junioren-Finale über 200 Meter Brust und Sebastian 42. im Vorlauf über 400 Meter Lagen.

Von Johanna Müller