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Lokalsport In Bergens Angriff weht nur ein laues Lüftchen
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19:57 29.10.2017
Von Uwe Meier
Das gab es nicht allzu oft: Bergens Jennifer Kautz hat sich gegen die Northeimer Abwehr mit Tanja Weitemeier, Alina Lucenko und Anastasia Junghans (von links) durchgesetzt. Quelle: Oliver Knoblich
Bergen Stadt

Bergen. Und die Rote Karte für Louise Ringert in der 55. Minute nach einem Foulspiel setzte dem Ganzen noch die Krone auf. „Die Karte war für meine schlechte Laune dann noch das i-Tüpfelchen“, so Blancbois. Die Torjägerin wird dem Team zwei Spiele fehlen.

Immerhin: Gänzlich alles falsch gemacht hatten die Bergerinnen nun auch wieder nicht. Immerhin stand die Abwehr gut. „Das war in Ordnung. Wenn man aber nur 19 Tore kassiert, muss man das Spiel einfach gewinnen“, sagte Blancbois und verteilte ein Sonderlob an Torhüterin Jana Döhler, die insbesondere im zweiten Spielabschnitt eine ganz starke Partie abgeliefert hatte. „Das war die Grundlage, um im Spiel zu bleiben.“

Doch um Spiele dann auch zu gewinnen, müssen genügend Tore erzielt werden. Und davon markierte der Oberligist aus dem Celler Nordkreis eindeutig zu wenig. „Wenn man in einem Handballspiel nur 13 Tore wirft, gewinnt man niemals“, so Blancbois.

Damit ist klar, was im Berger Spiel nun gar nicht klappte. Im Angriff wehte nur ein laues Lüftchen. Northeim hatte keine Mühe, diesem die Kraft zu nehmen. „Es ist niemand dahin gegangen, wo es auch mal wehtun könnte. Dadurch waren wir nicht torgefährlich“, so der TuS-Coach. Die Angst, Fehler zu machen, war bei seinen Spielerinnen zu groß.

Dabei hatte die Partie noch durchaus vielversprechend begonnen. Treffer von Ringert und Sabrina Wellmann sorgten nach vier Minuten für eine 2:0-Führung. Doch damit hatte es sich auch schon. Nach 13 Minuten stand es unentschieden. Und in der Folgezeit ließ Northeim keine weitere Führung für den TuS Bergen zu.

Dennoch blieb die Partie offen. Absetzen konnte sich auch Northeim in der torarmen Begegnung vorerst nicht. In der 47. Minute führte der Gast knapp mit 12:11 – alles war noch offen. Dann ging bei Bergen zwischenzeitlich gar nichts mehr. Elf Minuten lang blieben die Grün-Weißen gänzlich ohne Torerfolg. Diese Phase nutzte Northeim, um für die Entscheidung zu sorgen und sich auf 16:11 abzusetzen. Für TuS Bergen war die fünfte Niederlage im siebten Spiel perfekt. „Damit haben wir uns keinen Gefallen getan. Jetzt stehen wir in den nächsten Spielen richtig unter Druck“, so Blancbois. „Da müssen wir einfach punkten ...“

TuS Bergen: Döhler – Becker, Harms (1), Rodehorst (2), Kautz (2), Wellmann (2), Kirchhoff, Bremer (1), Sandvoß, Borges, Schuba, Könecke, Ringert (5/2).