Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Iris Baacke erschwimmt sich Platz sieben bei der Weltmeisterschaft
Sport Sport regional Lokalsport Iris Baacke erschwimmt sich Platz sieben bei der Weltmeisterschaft
18:43 27.06.2012
Von Uwe Meier
Iris Baacke Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Celle Stadt

RICCIONE. 9700 Schwimmer aus 76 Ländern von fünf Kontinenten trafen sich im italienischen Riccione, um sich bei den Weltmeisterschaften der Masters zu messen. Ehemalige Olympia-Teilnehmer, wie Mark Spitz und Jim Montgomery – erster Schwimmer unter 50 Sekunden auf 100-Meter-Freistil) – hatten ihre Teilnahme angesagt. Ein derartiges Meldeaufkommen hat es in der Vergangenheit noch nie gegeben.

In einem riesengroßen Areal mit einer Schwimmhalle und einem Freibad mit jeweils einem 50- und einem 25-Meter-Becken, einem großen Becken für Turmspringer und Synchronschwimmer, fanden die Athleten die optimalen Bedingungen vor.

„Das war schon eine besondere Atmosphäre. Das Gewusel der vielen Teilnehmer, das Sprachgewirr und die Spannung, die überall zu spüren war, machte die Veranstaltung zu etwas wirklich Besonderem,“ stellte Iris Baacke vom Celler Schwimm-Club fest. Sie hatte sich mit guten Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften für die WM qualifiziert und war für drei Disziplinen gemeldet.

Gleich am ersten Wettkampftag der WM musste Iris Baacke über die längste Strecke 800 m Freistil antreten. 571 Frauen waren gemeldet. Mittendrin startete Iris Baacke in der Altersklasse 50. Unbeeindruckt von der Wartezeit schwamm sie ein konstant schnelles Rennen und verbesserte ihre Bestzeit um erstaunliche 17 Sekunden auf 11:11,85 Minuten und wurde damit Elfte.

Am dritten Wettkampftag stand die für sie kürzeste Distanz 200-Meter-Freistil an. Durch einen Meldefehler wurde sie dem schnellsten Lauf – mit der zukünftigen Weltmeisterin – zugeordnet. Das nahm sie als positive Motivation und ging das Rennen beherzt an. Und hier zeigte sich, dass sich das harte und intensive Training in Celle gelohnt hat, denn sie ließ sich nicht abschütteln und wurde mit einer Zeit von 2:32,59 Minuten Zwölfte. Mit einer fast schon unglaublichen Zeitverbesserung von zehn Sekunden zum letzten Wettkampf, war sie damit zugleich beste Deutsche auf dieser Strecke bei der WM.

Zum Abschluss der Titelkämpfe startete Iris Baacke auf ihrer Lieblingsstrecke über 400-Meter-Freistil. Auch hier gab es wieder ein hohes Startaufkommen in ihrer Altersklasse. Im Gegensatz zu den vorherigen Wettkämpfen fand dieses Rennen im Freibad bei herrlichem Sonnenschein und 33 Grad Lufttemperatur statt. Trotz einer anstrengenden Wettkampfwoche zeigte die Cellerin keine Ermüdungserscheinungen und lieferte sich mit einer amerikanischen Schwimmerin ein Kopf-an Kopf-Rennen. Beide heizten sich zu Bestzeiten an. Für Iris Baacke sprang mit 5:20,70 Minuten ein toller siebter Platz heraus. Wieder vertrat sie mit dieser Platzierung als Beste die Deutschen Farben.

„Dank der Unterstützung meiner Trainingspartner in Celle und der guten Trainingsbedingungen in meinem Heimatbad Papenhorst – alle Schwimmbadbesucher halten mir die Bahn 1 frei – war es mir möglich zum richtigen Zeitpunkt die guten Leistungen abzurufen“, so Iris Baack.