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Lokalsport Jubilar enttäuscht: „Auf Strafbank gewinnt man keine Spiele“
Sport Sport regional Lokalsport Jubilar enttäuscht: „Auf Strafbank gewinnt man keine Spiele“
16:41 27.12.2011
Langenhagen

Die Celler bleiben damit auf dem siebten Tabellenrang, während Langenhagen als Zweiter um die Meisterschaft kämpft. „Wir haben zu viele Strafminuten kassiert“, so das Fazit des enttäuschten Jubilars Bernd Bombis. „Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele.“

Dabei begann der Abend für das Oilers-Urgestein mit einer „großen Freude“: Vor den über 200 Zuschauern in der Eisarena in Langenhagen ehrten ihn die Oilers für 200 Ligaspiele. Auch das Derby lief vielversprechend an: Gegen die Langenhagener, die erneut mit der Hannover Scorpions-Legende Lenny Soccio antraten, zeigte das Heimteam starke Anfangsminuten. Es gelang den Cellern, die offensivstarken Jets vom Tor fernzuhalten und selbst Akzente zu setzen – allerdings mit unfairen Mitteln. Geschuldet durch unnötige Strafen und individuelle Fehler lagen die Celler zur Drittelpause laut Bombis „ungerechtfertigt“ bereits mit 0:4 zurück.

Für die Oilers entwickelte sich auch der zweite Spielabschnitt nicht in die gewünschte Richtung: Zwar lag das Bombis-Team nur knapp in der Schuss-Statistik gegen Langenhagen zurück, doch die häufige Unterzahl machte der Taktik des Oilers-Spielertrainers einen Strich durch die Rechnung: „Eigentlich wollten wir Soccio in Manndeckung nehmen. Zudem waren wir im Eins-gegen-Eins nicht aggressiv genug“, so Bombis, dem es vergönnt war, in seinem Jubiläums-Match den Treffer zum 1:4 zu erzielen.

Aussichtslos mit 1:8 zurückliegend war es die Aufgabe des Regionalliga-Neulings aus der Herzogstadt, den Schaden in den letzten 20 Minuten so gering wie möglich zu halten. Doch einige Spieler hielten sich nicht an den Appell ihres Trainers und agierten zu offensiv, sodass die Oilers das Derby letztlich mit 4:14 verloren.

„Die entscheidenden Spiele kommen erst noch“, relativiert Bombis die „eingeplante Niederlage.“ Er blickt voraus: „Wir müssen an uns glauben und noch lernen, taktischer zu spielen.“

EC Celler Oilers: Reinert, Schwarze – Gebel, Fust, Gude, Esser, Bierenbrodt, Kronhardt – Tolksdorf, Stieben, Jeshow, Steller, Kopke, H. Becker, C. Becker, Reinecke, Svandjak, Köppl, Thölke, Bombis, Nebel.

Tore: 0:1 (1.), 0:2 (8.), 0:3 (10.), 0:4 (14.), 1:4 Bombis (27. Assist: Thölke), 1:5 (28.), 1:6 (31.), 1:7 (34.), 1:8 (39.), 1:9 (44.), 2:9 Kopke (44. Assist: Steller), 2:10 (45.), 3:10 Thölke (48. Assists: Tolksdorf, Esser), 3:11 (49.), 3:12 (49.), 3:13 (53.), 4:13 Köppl (54. Assists: Steller, Fust), 4:14 (56.).

Von Andre Batistic