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Lokalsport Judoka Annika Wohlers erst im Finale gestoppt
Sport Sport regional Lokalsport Judoka Annika Wohlers erst im Finale gestoppt
18:31 10.12.2013
Von Uwe Meier
Gute Laune nach Platz zwei. - Annika Wohlers kämpfte sich bei den Deutschen Pokalmeisterschaften zur Silbermedaille. Quelle: Alex Sorokin
Hermannsburg

Ganz „ungefährlich“ war ihr Start bei den Titelkämpfen nicht. Immerhin setzte Wohlers dabei ihre Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften, für die sie sich bereits qualifiziert hatte, aufs Spiel. „Wenn das in Frankfurt nichts geworden wäre, wäre sie raus gewesen“, erklärte Trainer Dieter Wermuth TuS Hermannsburg. „Aber nachdem sie mit ihrem Auftritt beim Bundesranglistenturnier vor knapp zwei Monaten in Mannheim nicht zufrieden gewesen war, wollte sie unbedingt antreten“, so Wermuth, der die Kämpferin auch nicht von ihrem Entschluss abbringen wollte. „Sie war nach der Veranstaltung in Mannheim ziemlich verzweifelt und hat an sich gezweifelt“, erklärte der TuS-Coach, der mit Wohlers darauf hoffte, dass sie sich bei der Pokal-Meisterschaft neues Selbstvertrauen holen konnte.

Die Rechnung ging auf. In der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm kämpfte sie sich nahezu leicht und locker durch die Vorrunde. Annika Wohlers besiegte dabei jede ihrer Gegnerinnen vorzeitig. „Sie hat sehr konzentriert und diszipliniert gekämpft“, lobte Trainer Wermuth. Und auch im Halbfinale verließ sie mit Ippon vorzeitig als Siegerin die Tatami (Judomate).

Im Finale wurde der Siegeszug allerdings gestoppt. Damit setzte Wohlers ihre Niederlageserie gegen Yasmin Seifert fort. Noch nie hatte die Hermannsburger Judoka gegen die Thüringerin in der Vergangenheit gewinnen können. Wermuth hatte noch versucht, seine Kämpferin bestmöglich auf die Gegnerin vorzubereiten. „Wir wollten diese Nuss endlich einmal knacken“, erzählte der Trainer, der nach eigenem Bekunden vor dem Finalkampf „richtig aufgeregt“ war.

Wohlers setzte im entscheidenden Kampf die Vorgaben des Trainers zwar gut um. Doch eine kleine Unaufmerksamkeit ermöglichte ihrer Gegner einen Konter und nach einer großen Wertung die Führung. Anschließend versuchte die Hermannsburgerin alles, um den Rückstand aufzuholen. Mutig griff sie immer wieder an. Ihre Gegnerin wurde zudem wegen Passivität verwarnt, doch die dafür vergebene Punktstrafe reichte nicht aus, um den Rückstand aufzuholen. „In der Schlussphase war es dann entweder oder“, sagte Wermuth. „Und es wurde eben oder.“ Für die Silbermedaille reichte es trotzdem.

Davon war Wohlers Vereinskameradin Dörte Müller relativ weit entfernt. Sie schied bereits nach dem ersten Kampf auf.