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Lokalsport Judoka Anton Werner empfiehlt sich für höhere Aufgaben
Sport Sport regional Lokalsport Judoka Anton Werner empfiehlt sich für höhere Aufgaben
15:04 10.11.2010
Anton Werner (weiße Hose) vom TuS Hermannsburg überzeugte vor den Augen der Bundestrainer. Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Bei diesem Wettkampf waren über 300 bestens geschulte Judoka am Start, um sich für den Nationalkader zu empfehlen. Begutachtet wurden die Athleten von den Bundestrainern, die nicht nur die deutschen Kämpfer zu sehen bekamen, sondern auch die kompletten Mannschaften der französischen Leistungszentren Straßburg, Marseille und Bordeaux sowie eine niederländische Abordnung, die ebenfalls an diesem Turnier teilnahmen.

Werner, der erstmals in der Klasse bis 81 kg startete, hatte zunächst ein Freilos. In der zweiten Runde tat er sich dann anfangs gegen seinen sehr passiven Gegner aus Brandenburg schwer. Der Hermannsburger Judoka übernahm aber im Verlaufe des Kampfes durch mehrere Wertungen die Führung. Rund 30 Sekunden vor Schluss beendete die zweite große Wertung dieses Duell zu Gunsten von Werner vorzeitig.

Im Anschluss daran war der französische Meister gegen den Hermannsburger chancenlos. Werner diktierte das Geschehen beinahe nach Belieben und siegte nach zwei Minuten durch einen Oberschenkelwurf.

Im Poolfinale wartete allerdings ein international erfahrener Widersacher aus Süddeutschland. In einem ausgeglichenen Kampf musste Werner nach halber Kampfzeit eine Yuko-Wertung hinnehmen, die er bis zum Ende nicht mehr aufholen konnte. Acht Sekunden vor Schluss setzte der Hermannsburger alles auf eine Karte und unterlag.

Durch diese Niederlage war maximal nur noch die Bronzemedaille möglich. Werner musste den mühsamen Weg durch die so genannte Hoffnungsrunde gehen. Durch dominante Siege über Athleten aus Hamburg und Berlin kämpfte er sich in das kleine Finale um den dritten Rang vor. Dort besiegte er durch eine Kontertechnik den Kaderathleten aus Hamburg zwei Minuten vor Ende der Zeit und errang dadurch den dritten Platz. Durch seine zweite gute Platzierung in der Sichtung in dieser Saison dürften die Bundestrainer den Namen Anton Werner in ihren Notizbüchern dick unterstrichen haben.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt