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Lokalsport Kampf dem Sonnenbrand
Sport Sport regional Lokalsport Kampf dem Sonnenbrand
15:23 17.06.2011
Celle Stadt

Auch wenn die Wetterbedingungen momentan nicht viel Anlass zum genüsslichen Sonnenbad geben, ist es dennoch wichtig zu wissen, wo die Grenzen des gesunden Bräunens liegen. Wer sich nicht an gewisse Richtlinien hält, erhöht die Gefahr, als Spätfolge eines harmlosen Sonnenbrands an Hautkrebs zu erkranken. Dr. Ewald Hüls, Leiter der Notfall-Ambulanz am Allgemeinen Krankenhaus in Celle, kennt die Risiken, die durch zu extremes Sonnenbaden ausgelöst werden und gibt Tipps, wie man sich davor am besten schützt.

Nicht nur die Sonne schadet: Zunächst ist ein einfacher Sonnenbrand harmlos. Er ist nur ein Zeichen, dass die Haut durch die Sonne überhitzt wurde und ist relativ einfach behandelbar - zum Beispiel mit Brandsalbe.

Wer es allerdings übertreibt und denkt, dass die Haut durch die Verbrennungen später eine richtige Bräune bekommt, liegt falsch: Er bringt sich in Gefahr. „Manche nehmen auf gesundheitliche Schäden keine Rücksicht“, spricht Hüls aus Erfahrung. Im Extremfall führt die Bräun-Sucht sogar zu Verbrennungen zweiten Grades mit Blasenbildung. „Dies würde man aber vorher schon merken“, so Hüls. Im Hochsommer ist es aber dennoch Pflicht, sich entsprechend zu kleiden. Direkte Sonneneinstrahlung solle vermieden werden und die Haut und der Kopf mit Kleidung bedeckt sein, rät der Experte.

Das besonders Gefährliche an der Sonneneinstrahlung sei aber nicht die Verbrennung, warnt Hüls. „Vor allem die im Sonnenlicht erhaltenen UV-Strahlen fügen dem Körper Schaden zu“, so der Leiter der Notfall-Ambulanz. Als Spätfolge können die UV-Strahlen Krebs verursachen.

Vorbeugung und Behandlung: Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte ein Sunblocker zur Vorbeugung benutzt werden. Laut Hüls reiche Sonnenmilch mit einem niedrigen Faktor dafür nicht aus: „Mindestens Faktor 30 sorgt für guten Schutz“, meint Hüls. „Man sollte aber nicht vergessen, nebenbei auch viel zu trinken.“ Wenn es doch zu einem Sonnenbrand gekommen ist, empfiehlt es sich, die Haut mit kaltem Wasser zu kühlen. Hausmittel wie das Auftragen von Joghurt auf die geröteten Stellen oder Limetten- und Zitronensaft schaffen ebenfalls Abhilfe.

Gesund Bräunen: Natürlich soll man nun nicht von der Sonne davonlaufen. „Zehn bis 15 Minuten am Stück in der Sonne sind zum gesunden Bräunen empfehlenswert“, rät Hüls. Dabei warnt er Menschen mit einem helleren Hauttyp: „Man kann nicht beliebig dunkel werden. Der Bränungsgrad hägt vom körpereigenen Melanin ab. Wer davon zu wenig besitzt, schadet seiner Haut auf Dauer nur und erreicht gar nichts.“

Von Andre Batistic