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Lokalsport Kampf ums nackte Überleben
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13:52 23.03.2012
Bergen Stadt

Nur wenige Kilometer trennen die Orte und auch in der Tabelle sind die Klubs nicht weit voneinander entfernt. Das absolute Abstiegsduell in der Handball-Verbandsliga der Männer hat also jede Menge Brisanz. Der Letzte TuS Bergen empfängt am heutigen Sonnabend den Lokalrivalen und Vorletzten TSV Wietzendorf. Nur ein Punkt trennt beide Klubs. Los geht’s in der Halle am Berger Heisterkamp um 19.30 Uhr.

Bergen bezeichnet das Spiel als „Mutter aller Derbys“. Sicher ist, dass dieses Nachbarschaftsduell dieses Jahr noch mehr Brisanz besitzt als sowieso schon. Zum einen machten beide Mannschaften viele Verletzungen zu schaffen. Auch deshalb sind beide Teams in der Tabelle so weit abgerutscht. Zum anderen bringen die geographische Nähe der Vereine und die jahrelange Bekanntschaft der Mannschaftenen untereinander weiteren Zündstoff ins Spiel. Doch trotz aller Widrigkeiten haben beide Truppen in der letzten Zeit ordentliche Ergebnisse erzielt und sich langsam und stetig an die höheren Plätze herangepirscht.

Des Weiteren steigen innerhalb einer Woche sowohl das Hinspiel als auch das Rückspiel. Grund hierfür war der Stromausfall in Wietzendorf nach 17. Minuten vor einigen Monaten. „Man könnte meinen, einen Hauch von Europapokal zu verspüren“, scherzt TuS-Außen Dominik Blancbois. Auf jeden Fall steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg kann sich Bergen vorerst der „Roten Laterne“ entledigen und mit einem weiteren Erfolg im zweiten Spiel sogar absetzen. Im Training ist allen Beteiligten anzumerken, wie sehr sie sich auf dieses Spiel freuen. Nach den vielen Rückschlägen ist TuS gewillt, den Sieg gegen Braunschweig zu bestätigen und den eigenen Zuschauern wieder ein attraktives Spiel zu bieten.

Pünktlich zur heißen Saison-Phase meldet sich auch Henrik Löbens wieder fit und wird heute sein Comeback feiern. Eine ganz neue Situation für TuS. Denn wenn nichts schief läuft, stehen 15 Spieler zur Verfügung – dann müsste sogar einer aussetzen. In Wietzendorf sieht es personell schlechter aus: Torjäger Nils Timme wird wahrscheinlich wegen einer Oberschenkelverletzung fehlen, genauso wie Mirko Eggersglüß aufgrund einer Sperre. „Das heißt noch lange nicht, dass dieses Spiel einfach wird“, warnt Blancbois und verweist auf die „alten Bekannten“ Henrik Müller und Hinrich Bockelmann. Aber da Torsten Flader und Julien Guse beim TuS mitmischen, sollte die Abwehr wieder sehr stabil stehen. In der vollen Halle werden wohl nur Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden, „doch am Ende wird Bergen mit einem Tor Vorsprung das Glück auf seiner Seite haben“, tippt der optimistische Blancbois.

Von Stefan Mehmke