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Lokalsport Kein Neuanfang des SVG Celle in Liga drei
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21:05 10.10.2017
Von Uwe Meier
Celle

Celle. Derzeit läuft das Insolvenzantragsverfahren. Dabei wird vom vorläufig eingesetzten Insolvenzverwalter, dem Steuerbüro Hamdorf in Hamburg, geprüft, ob es überhaupt ausreichende Vermögenswerte gibt, um ein solches Verfahren abwickeln zu können. „Sind nicht genügend Vermögenswerte vorhanden, wird das Antragsverfahren abgelehnt und die GmbH aufgelöst und gelöscht“, so Pressesprecher Dieter-Philipp Klaas vom Amtsgericht Celle.

Eine diesbezügliche Entscheidung steht derzeit noch aus. Über den Stand der Dinge gibt es keine weiteren Informationen. „Wir haben keinen Kontakt zum Insolvenzverwalter“, erklärt Marco Stradtmann als Vorsitzender des SV Garßen und damit Hauptgesellschafter der insolventen GmbH. „Wir haben auch keine Mitteilungen bekommen.“ Es heißt also weiterhin abwarten.

Das sind die finanziellen Aspekte der Misere. Sportlich sieht es ähnlich düster aus. Durch die Insolvenz steht der SVG Celle automatisch als erster Absteiger aus der zweiten Liga fest. Ein Neuanfang in Liga drei in der kommenden Saison wäre dennoch durchaus möglich. Doch davon ist momentan keine Rede. „Derzeit besteht ein eher geringes Interesse daran, das Spielrecht in der dritten Liga aufzunehmen“, so Stradtmann. Auch Holger Neumann widerspricht aufkommenden Gerüchten, der SV Garßen würde in der kommenden Spielzeit eine Mannschaft in der dritthöchsten Liga an den Start bringen. „Wir haben dafür gar nicht das sportliche Potenzial“, so der Handball-Abteilungsleiter in Garßen. „Und das kann man nicht einfach mal so aus dem Boden stampfen.“

Der ehemalige und ohnehin zuletzt sehr kleine SVG-Kader ist komplett auseinandergefallen. Natasha Ahrens, Tina Wagenlader und Lareen Gräser hatten sich bekanntlich der HSG Badenstedt angeschlossen. Torhüterin Chantal Pagel ist zum isländischen Erstligisten Valur Reykjavik gewechselt und Renee Verschuren konzentriert sich auf ihre Trainertätigkeit beim HBV 91 Celle. Zu Svenja Kewitz besteht seitens der Garßener derzeit gar kein Kontakt. Einzig Torhüterin Celina Friebe, sie war zu Beginn der Spielzeit von der HSG Badenstedt nach Celle gekommen, unterstützt den Garßener Landesligakader.

Gleichwohl bestätigt Neumann, den Kontakt zu der einen oder anderen Spielerin gesucht zu haben. „Es ging in erster Linie darum, miteinander zu sprechen, um eventuell aufgekommene Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.“ Der Abteilungsleiter lässt zusammen mit Trainer Felix Michelmann den Erfolgsgedanken nicht außer Acht. „Ziel ist es vorerst einmal, kurz- oder mittelfristig in die Oberliga aufzusteigen und längerfristig wieder die Nummer eins im Celler Frauenhandball zu werden.