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Lokalsport Kein SVG-Protest gegen Spielwertung
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18:34 10.12.2013
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Für Spannung hatte Handball-Zweitligist SVG Celle während der Partie beim BSV Sachsen Zwickau ohnehin schon gesorgt. Am Ende waren die Emotionen dann richtig hochgekocht. Tor oder nicht Tor? – das war hier die Frage. In einer kampfbetonten Partie war Zwickaus Michelle Urbicht angeblich in letzter Sekunde der umjubelte Siegtreffer gelungen. Nach Auffassung des SVG war der Treffer allerdings erst nach der Schlusssirene gefallen. Das Schiedsrichterduo Claudia Burger und Stephanie Ganter war sich ebenfalls unsicher gewesen und hatte vorerst nicht auf Tor entschieden. Erst nach längerer Beratung mit dem Sekretär und der Zeitnehmerin wurde entschieden, den Treffer gelten zu lassen. Jubel in Zwickau – Entrüstung und Enttäuschung auf Celler Seite.

Beim SVG Celle hatte man auf dem Spielprotokoll vermerken lassen, Einspruch gegen die Wertung der Partie einlegen zu wollen. Selbst bei den Gastgebern war man sich nicht sicher, ob der Ball noch während der Spielzeit im Celler Tor gelandet war oder eben nicht. Dennoch sah man in Zwickau einem Celler Einspruch gelassen entgegen. „Bei allem berechtigten Zweifel – letzten Endes war es eine Tatsachenentscheidung“, sagte zumindest deren Vereinspräsident Hendrick Schädlich.

Nachdem sich beim SVG die Wogen etwas geglättet haben, nimmt der Zweitligist von einem Einspruch gegen die Wertung des Spiels Abstand. „Wir haben uns dagegen entschieden“, teilte Geschäftsführer Bernd Bühmann mit. „Zwar glauben wir schon, dass wir mit einem Protest Erfolg haben könnten. Aber man ist nirgendwo sicher – schon gar nicht auf hoher See oder vor Gericht.“ Immerhin würde auf einem Video teilweise zu sehen sein, dass die Spielerin, die letztlich den entscheidenden Treffer erzielt hatte, den Ball zum Zeitpunkt des Spielendes noch gar nicht in den Händen hatte.

Letztlich seien die Kosten, die ein Prozess nach sich ziehen könnte, im Vergleich zu einem Punkt einfach zu hoch. Bühmann ist sich durchaus im Klaren darüber, dass „wenn uns am Ende ein Punkt fehlt, uns das sicherlich vorgeworfen wird“, so der Geschäftsführer. „Es war doch aber auch klar, dass irgendwann eine Niederlage kommt.“ Dass diese auf eine sehr unglückliche Art und Weise zustande gekommen ist, sei natürlich alles andere als schön. Dennoch hofft er, dass die Geschehnisse in Zwickau bei der Mannschaft keine größeren Eindrücke hinterlassen. „Jetzt heißt es Mund abwischen und weiter“, so der SVG-Geschäftsführer.