Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Keine Bescherung für eigene Fans: Wathlinger Bundesliga-Schützen verlieren zweimal
Sport Sport regional Lokalsport Keine Bescherung für eigene Fans: Wathlinger Bundesliga-Schützen verlieren zweimal
17:37 12.12.2016
Von Oliver Schreiber
Punktgarantin: Coral Kennerly lieferte in beiden Wettkämpfen eine starke Leistung ab und holte jeweils einen Punkt für die Wathlinger Freischützen. Quelle: Michael Schäfer
Wathlingen

Der Teammanager und Vereinsvorsitzende des SVW war dennoch „fast zufrieden“ mit den beiden Auftritten seiner Schützlinge. „Wir waren in beiden Duellen Außenseiter und haben uns ganz gut geschlagen. Letztlich muss man einfach anerkennen, dass die Gegner eben einen Deut besser waren. Mit etwas Glück wäre auch ein Sieg drin gewesen“, sagte Oehns.

In beiden Begegnungen liefen die 50 Minuten effektive Schießzeit äußerst spannend ab – und ziemlich ähnlich. Nach der ersten Hochrechnung führte Wathlingen gegen Bassum mit 3:2, gegen Broistedt war es ähnlich knapp. Doch mit zunehmender Dauer wendete sich das Blatt jeweils.

Einen starken Auftritt legte Christian Oehns gegen Bassums Ausnahmeschützen Marcus Errebo Jensen hin. Der Däne startete mit einer furiosen 98er-Serie, Oehns schaffte drei Ringe weniger. In allen anderen drei Serien lagen beide gleichauf – nichtsdestotrotz musste der 32-jährige Einzelhandelskaufmann trotz starker 381 Ringe Jensen zum Sieg gratulieren. Gegen Broistedts Jan Brückner lag Oehns lange Zeit vorne, doch Brückner legte einen fulminanten Schlussspurt hin und gewann schließlich mit 381:377. „Christian hat seine Leistung gebracht. Aber beide Gegner waren wirklich stark“, bewertete Erhard Oehns das Resultat seines Sohnes.

Hoch zufrieden war Oehns mit der Waliserin Coral Kennerly. Die 22-jährige Studentin hatte bei ihrem bisher einzigem Schießen in dieser Saison nur 358 Ringe erzielt und blieb hier weit unter ihren Möglichkeiten. Doch beim Heimwettkampf war sie voll auf der Höhe. Mit 374 und 376 Ringen entschied sie beide Duelle für sich und war Wathlingens Punktgarantin. „Coral hat wirklich stark geschossen. Das freut mich ganz besonders für sie, nachdem sie nach ihrem ersten Wettkampf doch ziemlich geknickt war“, erklärte Oehns.

Jeweils beim Stand von 1:3 ging das Duell an Position vier ins Stechen. Wathlingens Benjamin Forke holte beim Showdown mit Bassums Denis Rother den zweiten Punkt, Cedric Cammann blieb gegen Broistedts Theo Hadrath dieses Glück verwehrt. An den Positionen zwei und drei waren die Freischützen in beiden Partien chancenlos. Philip Aranowski und Torben Wolf verloren beide Duelle jeweils deutlich.

Unterm Strich war die Nullrunde vor eigenem Publikum aber kein Beinbruch. Ein Abstieg ist in den letzten beiden Wettkämpfen sehr unwahrscheinlich. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen“, so Oehns, der sich mehr Zuschauer gewünscht hätte: „Die Resonanz vor allem am Samstag war nicht so berauschend. Da hatten wir uns mehr erhofft.“

Ärgerlich war, dass zwei andere Wathlinger Mannschaften parallel zum Bundesliga-Schießen eigene Wettbewerbe absolvieren mussten und so das Team nicht unterstützen konnten. „Das war sehr schade. Aber leider ist man unserem Verlegungswunsch nicht nachgekommen“, ärgerte sich Oehns. Beim nächsten Mal soll alles besser laufen. Und dann auch endlich der erste Heimsieg her.