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Lokalsport Kruschewski haarscharf am Podium vorbei
Sport Sport regional Lokalsport Kruschewski haarscharf am Podium vorbei
22:29 11.09.2013
Ärgerlich und schmerzhaft: 150 Meter vor dem Ziel stürzte der Celler Radrennfahrer Fabian Kruschewski beim Rennen in Hamburg und zog sich Prellungen zu. Zuvor waren bereits zwei andere Fahrer gestürzt.
Hannover

Fabian Kruschewski vom TuS Celle 92 hatte das Ziel fest im Visier, hatte mit einem Treppchenplatz gerechnet, doch am Ende musste er sich am Sonnabend beim Preis der Sparkasse Hannover „Rund in Döhren“ mit dem vierten Platz zufrieden geben. Durch den kurz nach Beginn einsetzenden Regen trat eine schnelle Selektion im Fahrerfeld ein. Viele Fahrer wurden durch die erschwerten Bedingungen abgehängt. Da der spätere Sieger Philipp Sohn sich schnell aus dem Hauptfeld absetzen konnte und sein Regio-SF-Team aus Kassel das Tempo verschleppte, ging es im Massensprint des stark dezimierten Feldes nur noch um den zweiten Platz.

„Ich fühlte mich auch am Ende relativ frisch und war mir sicher auf das Podium fahren zu können“, berichtet der Celler, doch in der letzten Kurve vor dem Ziel verschenkte der 23-Jährige wertvolle Sekunden. „Durch den Regen nahm ich die letzte Kurve sehr vorsichtig und zeigte zu wenig Risikobereitschaft. Das hat mich um eine Top-Platzierung gebracht“, so Kruschewski. Doch für Enttäuschung blieb nicht viel Zeit, denn bereits am nächsten Tag ging es weiter nach Hamburg-Volksdorf.

Auch hier präsentierte sich Kruschewski offensiv und war in allen entscheidenden Situationen auf der Höhe des Geschehens. Lange hielt sich der Celler auf dem neunten Platz, doch kurz vor dem Ziel kam auch hier alles anders. 150 Meter vor dem Ziel, in einer schwierigen Kurve, war ein Fahrer gestürzt und brachte Kruschewski in Bedrängnis. „Ein weiterer Fahrer war in den Unfall hineingekracht und ich konnte nicht auszuweichen“, berichtet der Radprofi. Auch Kruschewski stürzte und zog sich Prellungen an Armen und Beinen zu. „Das war wirklich unglaublich ärgerlich, aber zum Glück blieb es bei leichten Verletzungen“, so der 23-Jährige. Sein Rennrad kam nicht so glimpflich davon. Durch den Sturz hatte sich unter anderem der Lenker verbogen. Insgesamt musste Kruschewski 400 Euro in die Hand nehmen, um den Schaden wieder zu beheben. „Ich habe gestern die letzten Reparaturen abgeschlossen. Jetzt ist das Rad zum Glück wieder einsatzbereit“, erzählt er.

Das ist auch wichtig, denn bereits an diesem Wochenende stehen die nächsten Rennen auf dem Programm. Am Sonnabend geht es nach Berlin zur 14. Rund in Schwarnebeck des Berliner TSC. Nur einen Tag später geht es zum Muldental-Rennen nach Grimma in Sachsen. Kruschewski hat sich fest vorgenommen, dass es diesmal besser im Rennen läuft. „Zumindest möchte ich unter die Top 10 kommen. Ich bin gut in Form und werde alles geben. Aber natürlich wird es auch hier vom Wetter und meiner Tagesform abhängen, ob ich mein Ziel erreiche“, sagt der Celler. Optimistisch ist auch sein Trainer Thorsten Lübke: „Fabian ist ein Kämpfer, der sich nicht so schnell aus der Bahn werfen lässt. Ich bin sicher, dass er erfolgreich fährt.“

Von David Sarkar