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Lokalsport Landessporttag in Celle: Kritik an mangelnder Zusammenarbeit Verein - Schule
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08:25 24.11.2014
Beim 39. Landessporttag in Celle gab es für die Delegierten viel abzustimmen. Hauptthema war eine Veränderung in der Führungsspitze, für die die Abgeordneten grünes Licht gaben. Auch Staatsekretär Stephan Manke, Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, DOSB-Präsdent Alfons Hörmann sowie der Vizepräsident des niedersächsischen Landtages, Karl-Heinz Klare, waren zu Gast. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Gäste der Veranstaltung wahren neben den 316 Delegierten auch der Vizepräsident des niedersächsischen Landtages, Karl-Heinz Klare, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, Stephan Manke, Staatsekretär des niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport sowie Dirk-Ulrich Mende, Oberbürgermeister der Stadt Celle. Manke vertrat dabei den privat verhinderten Innenminister Boris Pistorius, der eigentlich auch als Redner eingeplant war.

Zunächst wurde die Veranstaltung von Wolf-Rüdiger Umbach, dem Präsident des niedersächsischen Landessportbundes eröffnet er, lobte Celle als Gastgeberstadt. Zum dritten Mal in seiner Amtszeit (1996, 2012 und 2014) war die Herzogstadt Gastgeber. Oberbürgermeister Mende scherzte: „Vielleicht kann man daraus eine Tradition machen.“ Danach kritisierte Umbach die kommunale Sportförderung und die mangelnde Integration von Sportvereinen in den Ganztagsschulenunterricht: „Die Gespräche mit dem Kultusministerium ziehen sich hin.“

Staatssekretär Manke lobte die Zusammenarbeit von Landessportbund und Innenministerium beim Sportfördergesetz, dass dem LSB jährlich 31,5 Millionen Euro sichert. Er sprach sich auch für eine deutsche Olympiabewerbung aus: „Und dabei ist es auch egal, ob das in Berlin oder Hamburg passiert, auch wenn bei Hamburg niedersächsische Sportstätten im Programm vorgesehen wären.“

Mende erwähnte in seiner Rede vor allem den Celler Sport: „Wir haben mit über 80 Vereinen eine gute Breitenbasis – und mit Patrick Leineweber und Peter Kluge auch Kandidaten für Olympia 2016“, freute sich der Celler Oberbürgermeister.

Nach ihm kam der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann ans Mikrofon. Er schwärmte in höchsten Tönen vom niedersächsischen Landessportbund. „In meiner Bewertung ist das, was in Niedersachsen passiert, unter den Top drei in Deutschland“, sagte der DOSB-Funktionär. Er unterstützte die vorgenommene Umstrukturierung. „Wer 50 Millionen Euro Umsatz macht und 50 Millionen Euro an Immobilienvermögen hat, der muss aufgestellt sein wie ein mittelständisches Unternehmen“, so Hörmann.

Statt dem siebenköpfigen Präsidium übernimmt künftig der Vorstand die haftungsrechtliche Verantwortung im LSB. Den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernimmt der bisherige LSB-Direktor Reinhard Rawe. Sein Stellvertreter ist Norbert Engelhardt, der bisher den Posten des LSB-Geschäftsführers innehatte.

Damit liegt die Hauptaufgabe des bisherigen Präsidiums in der Außendarstellung und der Erstellung der politischen Leitlinien. Nur bei außerplanmäßigen Entscheidungen über 100.000 Euro oder anderen einschneidenden Entscheidungen hat das Präsidium künftig ein Mitspracherecht. Neu sind auch die Gremien „Ständige Konferenz der Sportbünde“ und „Ständige Konferenz der Landesfachverbände“. (hae)

Von Alexander Hänjes