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Lokalsport Leiden am „Zombie Hill“
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13:16 29.08.2018
Die Leiden des Pimo Gakenholz: Mit 17 Grad war das Fjordwasser noch verhältnismäßig warm. Quelle: Jochen Strehlau
Altencelle

Mit dem Start beim „Norseman Xtreme Triathlon“ erfüllte sich Gakenholz einen seit vielen Jahren gehegten Traum. Der 50-Jährige finishte bei dem wohl härtesten Ironman-Rennen der Welt und machte unvergessliche Erfahrungen. „Es war einfach ein Wahnsinnstag und ein Wahnsinnserlebnis“, schwärmte der Altenceller Triathlet.

Der „Norseman Xtreme Triathlon“ ist kein normaler Ironman. Spektakuläre, aber karge Landschaften und extreme Wetterverhältnisse kennzeichnen einen Wettbewerb, bei dem die Athleten mehr als 5000 Höhenmeter überwinden müssen. Außergewöhnlich ist bereits das 3,8 Kilometer lange Schwimmen im diesmal mit 17 Grad für norwegische Verhältnisse richtig angenehmen Wasser des Eidfjords. Mit der Fähre werden die etwa 250 Athleten um 4 Uhr morgens bis vor die durch Kajaks markierte Startlinie gefahren. Von der Laderampe springen die Starter noch bei Dunkelheit aus fünf Metern Höhe ins kalte Fjordwasser. „Ich fühlte mich im Wasser wohl und bin gut geschwommen. Beim Ausstieg hatte ich aber starke Krämpfe in den Beinen. Da hat mein Aufenthalt in der ersten Wechselzone etwas länger gedauert“, erzählt Gakenholz.

Dann geht es auf die 180 Kilometer lange Radstrecke. Nach kurzem Einrollen beginnt schon der mächtige und längste Anstieg hinauf in den Nationalpark Hardanger Vidda. „Nach 30 Kilometern hat mein großartiges dreiköpfiges Support-Team erstmals mit Energieriegeln und Getränken auf mich gewartet, denn reguläre Verpflegungsstellen gibt es bei diesem Rennen ja nicht“, erklärt Gakenholz. Nach 140 Kilometern erfolgt der letzte große Anstieg und fordert dem Celler alles ab. Nach rasanter Abfahrt zur zweiten Wechselzone tauscht Gakenholz die Radbekleidung gegen Laufschuhe und macht sich auf die Marathonstrecke. Hier sind die ersten 25 Kilometer noch relativ flach. „Aber dann kam der ,Zombie Hill‘ – und der hat gehalten, was der Name vermuten lässt. Ab hier durfte mein vorgeschriebener Begleitläufer Bert Escher miteinsteigen“, berichtet Gakenholz. Zusammen erklimmen die beiden den Berg und erreichen nach 32 Kilometern und 1200 Höhenmetern den „Cut-Off-Point“. Denn ab hier dürfen nur die ersten 160 Triathleten weiter zum Ziel auf den 1900 Meter hohen Gaustoppen klettern.

Für Pimo Gakenholz reicht es nicht ganz. „Ich wusste während des gesamten Rennens, dass es knapp werden würde“, sagt der Extremsportler, der auf dem 173. Platz sein gestecktes Ziel verfehlt. Er muss nun das „B-Ziel“ Gaustablikken ansteuern, wo er den Marathon nach einer Gesamtwettkampfzeit von 15 Stunden erschöpft, aber glücklich beendet. Von dort geht sein Blick wehmütig zum „A-Ziel“, der Bergstation Gaustoppen. Die Hoffnung, beim nächsten Mal ganz oben auf dem Gipfel die Ziellinie zu überqueren und dort anstelle des weißen das begehrte schwarze Finisher-Shirt in Empfang zu nehmen, hat Gakenholz nämlich keineswegs aufgegeben.

Von Jochen Strehlau

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