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Lokalsport Letztes Saison-Heimspiel für SVG Celle gegen Blomberg
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21:36 12.05.2015
Von Uwe Meier
Das war schon im Hinspiel schwer: Celles Evelyn Schulz versucht - sich gegen die Blomberger Abwehr durchzusetzen. Quelle: Jörg Grünhagen
Celle Stadt

Im letzten Heimspiel der Saison den Klassenerhalt sicher machen? Das wäre doch mal was. Allerdings ist der Gegner, der am Mittwoch in der HBG-Halle seine Visitenkarte abgibt, ein in Celle eigentlich nicht unbedingt gern gesehener Gast. Noch nie konnte der SVG Celle ein Spiel gegen die HSG Blomberg-Lippe gewinnen. Wie schwer sich der Celler Handball-Bundesligist gegen den Angstgegner tut, war schon im Hinspiel zu beobachten. Sang- und klanglos war der SVG mit 18:36 untergegangen. Die beiden wieselflinken Blomberger Außenangreiferinnen Lisa Bormann-Rajes und Franziska Müller sowie Haupttorschützin Xenia Smits (143 Treffer) und Co. hatten dem SVG-Team eine Lehrstunde der unangenehmen Art erteilt. Es war zugleich die höchste Saisonniederlage für Celle.

„Da hatten Blomberg einen Sahnetag“, erinnert sich SVG-Trainer Martin Kahle nur höchst ungern an die Partie Ende Januar. Dem Gegner zollt er allerdings viel Respekt. „Die Arbeit, die da geleistet wird, muss man einfach anerkennen“, so Kahle. Über Jahre hinweg baue Blomberg junge Spielerinnen in die Mannschaft ein. Und nahezu jedes Jahr kompensieren sie Abgänge von Leistungsträgerinnen. „Da kann man dann schon mal seinen Hut ziehen“, so Kahle.

Ob es nach diesen netten Kuscheleinheiten und Respekt für den Gegner am heutigen Mittwoch unbedingt einfacher wird, steht nicht zu erwarten. Dennoch wird sich die Celler Mannschaft nicht ohne Gegenwehr geschlagen geben. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Dazu zählt der Trainer auch die Unterstützung der Fans. „Wir haben die gesamte Saison eine super Unterstützung von den Zuschauern bekommen. Dafür wollen wir uns mit einer guten Leistung bedanken“, so Kahle.

Doch es wird nicht allein darum gehen, sich zu bedanken. Und auch nicht darum, fünf Spielerinnen zu verabschieden, die den SVG Celle zum Saisonende verlassen werden. In erster Linie geht es darum, alles dafür zu tun, den zwischenzeitlich fast schon abgeschriebenen Klassenerhalt doch noch zu sichern. Und dabei werden sich die Celler nicht darauf verlassen dürfen, dass die direkten Konkurrenten aus Koblenz und Trier ihre noch ausstehenden Spiele verlieren. Sicher sind die Aufgaben für Trier (in Leverkusen) und VL Koblenz/Weibern (in Leipzig und zu Hause gegen Metzingen) von der Papierform her kaum lösbar. Aber sollte man sich darauf verlassen? „Man weiß ja nie, was alles so passieren kann“, weiß Celles Trainer um die unklare Situation.

Was die anderen Mannschaften machen, kann man von Celle aus nicht beeinflussen. Deshalb gilt es in erster Linie, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Und wer weiß, vielleicht gelingt ja sogar im letzten Heimspiel eine dicke Überraschung?