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Lokalsport Arnd Zeigler kommt in die CD-Kaserne
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17:17 28.12.2018
Von Marie Nehrenberg
Arnd Zeigler ist unter den deutschen Fußballfans sehr beliebt. Quelle: Max Hartmann
Celle

Arnd Zeigler ist Journalist, Moderator, Werder-Bremen-Fan und dort Stadionsprecher und er schreibt auch Bücher über Fußball. Seit kurzem tourt der 53-Jährige mit seiner neuen Liveshow durch Deutschland. Am 28. Februar kommt er nun in die CD-Kaserne.

Herr Zeigler, waren Sie schon einmal in Celle?

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie in Celle war. Insofern freue ich mich auf meine Celle-Premiere. Und ich hätte jetzt natürlich schummeln und rasch bei Wikipedia ein paar Brocken aufschnappen können, aber ich weiß auch recht wenig über Celle. Das ist natürlich schon etwas peinlich. Mein Kollege Alex Raack kommt aus Celle, und ich habe vage Erinnerungen an die Blütezeit des TuS Celle FC unter Jürgen Rynio und Franz Gerber Ende der 1980er Jahre. Das ist dann leider schon alles. Bevor ich die Bühne in Celle betrete, werde ich ein bisschen was auswendig lernen.

Wie kam es zu der Entscheidung, auch live auf der Bühne aufzutreten?

Das ist nicht so einfach zu beantworten. Ich bin alles andere als eine Rampensau. Auch zu meiner eigenen Fernsehsendung bin ich eher durch Zufall gekommen. Dann gab es immer mal Anfragen, ob ich nicht auf Firmenveranstaltungen oder Feiern ein bisschen was Lustiges über Fußball erzählen könnte. Daraufhin hat meine Agentur mich ziemlich penetrant gedrängelt, ich solle mir doch mal ein Bühnenprogramm überlegen. Das habe ich lange vor mir hergeschoben, weil ich einen Heidenrespekt davor hatte, einen ganzen Abend alleine auf einer Bühne zu bestreiten und dafür Eintritt zu verlangen. Und nachdem ich mich jahrelang geziert hatte, hat mein Agent mir einfach die Markthalle in Hamburg gebucht und gesagt: „So, jetzt musst du ran!“

Ist das Gefühl, „live“ zu sein, anders?

Meine Fernsehsendung ist ja auch „live“, aber es ist großartig, mit so vielen netten Menschen in direkten Kontakt zu treten, die alle dieselbe Leidenschaft für Fußball mit mir teilen. Das genieße ich sehr.

Haben Sie noch Lampenfieber?

Ja, natürlich. Aber eigentlich immer nur bis zu dem Moment, wo die Leute während meines Vorspanns das erste Mal lachen. Da weiß ich dann immer schon ziemlich zuverlässig: Okay, die Leute wollen jetzt steil gehen – und das kann nur gut werden!

Wie können wir uns einen Live-Abend mit Arnd Zeigler vorstellen?

Im Prinzip ist alles wie im Fernsehen: Ich sitze an meinem Tisch und zeige seltsame Filmchen – und drumherum rede ich sehr viel dummes Zeug. Anders als in der Fernsehsendung gibt es aber spontane Dialoge mit dem Publikum, die mir sehr gefallen. Und nach etwas über zwei Stunden liegen sich alle innerlich in den Armen und sind sich einig, dass Fußball wirklich ein tolles Hobby ist. Trotz allem.

Hat Ihnen Ihre Witze eigentlich schon einmal ein Spieler oder Trainer richtig übel genommen?

Sicherlich, aber im Grunde in all den Jahren nur einmal so, dass ich es mitbekommen habe. Ein immer noch sehr prominenter Bundesliga-Stürmer hatte mal eine komische Phase, in der er ein paar Wochen lang sehr skurrile Fehlschüsse fabriziert und mitunter das leere Tor nicht getroffen hat. Ich habe mich dann mit seinem Trikot als er verkleidet und sein Privatleben simuliert: Wie er beim Zähneputzen den Mund nicht trifft, am Lichtschalter vorbeigreift, den Schlüssel nicht ins Schlüsselloch bekommt und beim Zubettgehen das Bett verfehlt und danebenplumpst. Seine in der Branche als eher schwierig geltenden Berater haben ihn daraufhin von mir gezielt ferngehalten und selbst Einladungen zu Preisverleihungen abgesagt, wenn ich dort anwesend war. Seltsam, aber auf eine merkwürdige Weise auch ein klein wenig schmeichelhaft.

Und umgekehrt, was bekommen Sie so für positive Rückmeldungen aus der Welt des Fußballs?

Das Schönste ist es immer, wenn mich im Stadion Spieler ansprechen: „Ey, ich schaue dich jeden Sonntag!“ Zuletzt war das der Gladbacher Lars Stindl. Und durch die Sendung habe ich sehr freundschaftliche Kontakte geknüpft zu vielen Menschen, die ich vorher als Fan nur von fern aus dem Fernsehen kannte und sehr verehre.

Und wo fühlen Sie sich am wohlsten? Vor der Kamera, im Weserstadion oder live auf der Bühne?

Alles zusammen ist toll. Mein ganzes Leben wird bestimmt von Fußball und Popmusik, meinen beiden großen Leidenschaften – ich habe ja auch eine wöchentliche Radioshow, in der ich vier Stunden lang meine Lieblingsmusik spielen darf. Ich sitze oft in der Straßenbahn mit Leuten, die von der Schicht kommen und acht Stunden am Band stehen mussten, wovor ich viel Ehrfurcht habe. Aber dann wird mir immer klar, was für ein riesiges Privileg es ist, mit den eigenen Hobbys seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich liebe es, als Stadionsprecher im Innenraum des Stadions meines Lieblingsvereines Werder Bremen ganz dicht dran zu sein. Ich liebe das Team meiner Fernsehsendung – alles genauso große Spinner wie ich. Und, wie gesagt: Die Auftritte im Rahmen meiner Tour schenken mir Unmengen toller Begegnungen, die ich sehr wertschätze. Ich liebe meine Berufe, alle.

Bei so genannten "Weihnachtsheben" in Uetze gab es einige Celler Erfolge. Organisator Mathias Nolden aus Bröckel war mit dem Event sehr zufrieden.

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