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Lokalsport MPE nutzt mit achtem Sieg in Folge Gunst der Stunde
Sport Sport regional Lokalsport MPE nutzt mit achtem Sieg in Folge Gunst der Stunde
20:27 07.02.2010
Von Uwe Meier
Celle Stadt

ALTWARMBÜCHEN. Bereits am Freitag hatte der Ligazweite VfL Hameln etwas überraschend beim MTV Großenheidorn mit 27:33 eine Niederlage einstecken müssen. Noch überraschender war am Sonnabend der Patzer von Spitzenreiter Lehrter SV, der vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenelften TSV Burgdorf II beim 35:39 Federn ließ. Mit dem gestrigen Erfolg befinden sich die Celler, die in dieser Saison nach einer Negativserie zu Beginn der Serie zwischenzeitlich bis auf den neunten Rang abgerutscht waren, in Lauerstellung. Drei beziehungsweise vier Zählern beträgt der Rückstand auf Hameln und Lehrte nunmehr nur noch für den Ligadritten.

Davon zeigte sich MPE-Trainer Alexander Grah allerdings wenig beeindruckt. „Natürlich schaut man auf die Tabelle. Das mache ich jede Woche. Wir können das aber kaum beeinflussen. Das einzige was wir machen können ist, dass wir unsere Aufgabe erledigen. Und das haben wir in den vergangenen Wochen getan und die anderen eben dieses Mal nicht.“, so der Coach.

Mit 16:0 Zählern sammelte MPE zuletzt die maximale Punktzahl. Doch deshalb geht man in Celle nicht unbedingt davon aus, dass das auch so weitergeht. „Die Saison ist noch lang. Die dicken Dinger kommen für uns erst noch.“

Doch dafür scheinen die Männer von MTV Post Eintracht gerüstet. Durch die Erfolgsserie der vergangenen Wochen hat das Team reichlich an Stabilität gewonnen. Das machte sich auch in der Partie in Altwarmbüchen bemerkbar als man in der zweiten Halbzeit einen „kleinen Hänger“, wie es Grah nannte, mehr oder weniger schadlos überstanden hatte.

Ohne den verletzten Hendrik Löbens waren die Celler furios in die Partie gestartet. Bereits nach fünf Minuten führte man mit 4:1 und ließen auch in der Folgezeit nichts anbrennen. Trotz der sicheren Pausenführung fand Grah dennoch Grund zur Kritik: „Im Angriff waren wir manchmal zu unkonzentriert und sind etwas fahrlässig mit unseren Torchancen umgegangen“, sagte der Trainer. „Wir hätten durchaus deutlicher führen können – eigentlich auch müssen.“

Die spielerische Überlegenheit wurde vorerst auch nach dem Seitenwechsel deutlich. Bis auf 25:15 (43.) zogen die Celler davon, ehe dann plötzlich nicht mehr allzu viel zusammen ging. „Da haben wir völlig der Faden verloren“, so Grah, der von der Seitenlinie mit ansehen musste, wie sein Team plötzlich hektisch agierte und deutlich an Souveränität einbüßte. Das galt zum einen für die Abwehrarbeit aber auch für die Offensive, wo nicht mehr auf eine geeignete Wurfchance gewartet wurde, sondern viel zu früh abgeschlossen wurde – und das dann auch noch erfolglos. Altwarmbüchen „bedankte“ sich mit Tempogegenstößen und fünf Toren in Folge zum 20:25 (50.). „Es war schon ein bisschen ärgerlich, dass wir unsere Überlegenheit so verschenkt haben“, sagte Grah, der den verdienten Erfolg seines Teams aber nie in Gefahr sah.

MTV Post Eintracht Celle: Oehus, Kibellus, Schöne (o.E.) – Müller (1), Baris (1), Rodehorst (2), Kahler (1), Lüer (3), Weinmann, Dehning (5/1), Niebuhr (5), Kothe (11/4).