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Lokalsport MTV-Athleten gewinnen beim Fliegerhorstrundlauf in Faßberg
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17:06 12.09.2017
Von Jürgen Poestges
Quelle: Jürgen Poestges
Faßberg

Zum 60. Mal wurde der Lauf durch den Kasernenbereich gestern durchgeführt. 470 Teilnehmer drängelten sich im Startbereich. Von zehn bis null wurde zurückgezählt, dann drückte John den Abzug der Startpistole und schickte die Läufer auf die Drei- und Zehn-Kilometer-Strecke. Dazu kamen 7,5 Kilometer für die Walker.

Der Bremer Tim Krüger war der Erste, der die Ziellinie im Stadion überquerte. Er absolviert gerade eine Ausbildung an der Bundeswehrschule in Faßberg und gewann das 3000-Meter-Rennen. „Das ist eine tolle Atmosphäre hier“, sagte er. „Und meine Zeit von 11:23 Minuten ist ganz ok. Es geht aber besser. Wenn ich im Wettkampfmodus gewesen wäre, wäre ich bestimmt schneller gewesen.“

Eigentlich sind die 10.000 Meter seine Spezialität, sagt der 30-Jährige, der in seiner Heimatstadt beim ATS Buntentor aktiv ist. „Aber ich bin schon bei der 1000-Meter-Staffel gestartet. Da hätte ich die lange Strecke heute nicht mehr richtig hinbekommen.“

Die Sieger über die lange Strecke hielten die heimischen Fahnen hoch. Beide starten für den MTV Müden. Kirsten Blümcke war die schnellste Frau im Feld. „Das war wohl eine Zeit so knapp unter 49 Minuten. Damit bin ich zufrieden“, konstatierte die 50-jährige Athletin. Gewonnen hat sie dieses Rennen noch nie. „Meine Altersklasse schon, aber dass ich allgemein die Schnellste bin, hat mich schon ein wenig überrascht. Normalerweise gewinnt hier immer eine Peggy, die war aber heute nicht dabei“, sagt sie lachend. Gemeint ist Peggy Götting, die Seriensiegerin. Sie stecke gerade mitten im Marathon-Training, sagt Blümcke. „Den Lauf hier wollte ich eigentlich als Training nutzen.“

Ihr Vereinskamerad Torsten Münchow war bei den Männern ganz vorne. „Ich bin hier bestimmt schon zum zehnten Mal dabei. Aber gewonnen habe ich noch nie, höchstens meine Altersklasse.“ Auch mit seiner Zeit konnte er gut leben, inoffiziell waren es 40:25 Minuten, die er für die zehn Kilometer benötige.

Insgesamt war ein bunter Mix aus zivilen und militärischen Läufern, die in Faßberg an den Start gingen. „Das ist keine Pflichtveranstaltung für unsere Soldaten“, sagt John, der als Hauptmann Projektoffizier des Laufes ist. „Wir schreiben die Veranstaltung weit im Voraus aus, so dass jeder, der will, sich auch die Zeit nehmen kann.“ So hatten auch viele heimische Vereine wie der MTV Müden oder die LG UFO Teilnehmer gemeldet. Der Fliegerhorstlauf ist im übrigen Teil einer Lauf-Serie von verschiedenen Bundeswehr-Stützpunkten.

John war mit den gezeigten Leistungen ebenfalls zufrieden. „Das ist hier keine Rekordstrecke“, erklärte er. „Hier geht es ja über verschiedene Beläge, von Asphalt über Wiese bis zum Waldboden. Das ist ja schon fast eine Cross-Strecke, über die wir die Läufer hier schicken.“ Die Siegerehrung fiel üppig wie immer aus. Denn neben den Gesamtsiegern erhielten auch die Altersklassen-Besten ihre Urkunden.

In diesem Rahmen wurde gleich das alljährliche Sportfest am Fliegerhorst durchgeführt. Neben einigen Wettkämpfen konnten dabei auch die Leichtathletik-Stationen für das Sportabzeichen absolviert werden.