Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport MTV Eintracht Celle holt gegen Vorsfelde die ersten drei Punkte in der Oberliga
Sport Sport regional Lokalsport MTV Eintracht Celle holt gegen Vorsfelde die ersten drei Punkte in der Oberliga
13:27 04.09.2017
Von Christoph Zimmer
Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Struwe stand im zweiten Heimspiel der Celler besonders im Fokus. Nach der Verletzung von Christopher Nachtwey am vergangenen Wochenende, der zentrale defensive Mittelfeldspieler und Kopf der Mannschaft fällt wegen einer Knieverletzung acht Wochen aus, übernahm der stellvertretende Kapitän dessen Rolle. Und wie. „Er hat viele Zweikämpfe gesucht und gewonnen. Auch darüber hinaus war er sehr präsent auf dem Platz“, lobte Trainer Hilger Wirtz den Auftritt von Struwe. In mehreren Einzelgesprächen hatte er ihn auf die Aufgabe vorbereitet. „Ich habe ihm gesagt, dass ich noch mehr von ihm erwarte. Er hat eindrucksvoll gezeigt, dass er diese Position ausfüllen kann.“ Struwe selbst gab das Lob an seine Mitspieler zurück. Nach der Verletzung von Nachtwey sei „die Mannschaft enger zusammengerückt. Auf dem Platz haben sie es mir mit dieser klasse Leistung leicht gemacht“, sagte er.

Nach der nervösen Anfangsphase hatten sich die Celler schnell gefunden. Insbesondere die Viererkette um die beiden Innenverteidiger Lars Borchert und Malte Marquardt gab dem Spiel die nötige Sicherheit und Stabilität gegen die laufstarken Vorsfelder. „Es ist klar, dass noch nicht alles klappt. Aber man hat deutlich gesehen, dass wir unbedingt wollten“, sagte Wirtz. Die Gastgeber drehten nach der Pause auf, eroberten viele Bälle und drängten die Gäste zunehmend in die eigene Hälfte zurück. Zweimal Tim Runge und Adrian Zöfelt ließen jedoch zunächst beste Chancen zur Führung liegen.

Nach einer Hereingabe von Struwe und einer Kopfballverlängerung von Marvin Janke besorgte Runge schließlich aus kurzer Distanz die Führung (73.). „Eigentlich muss das Tor viel früher fallen“, haderte Wirtz. Auf den nächsten Treffer musste er dann nicht so lange warten. Zöfelt legte nach Vorlage von Janke nach (81.). Und auch der Anschlusstreffer durch Dustin Reich, der eine Hereingabe mit dem Rücken zum Tor akrobatisch in den Winkel schoss (86.), sorgte nur kurz für Verwirrung. In der ersten Minute der Nachspielzeit machte Janke alles klar.

Entsprechend groß war die Freude nach dem Spiel. „Wir sind superglücklich über die ersten drei Punkte“, sagte Wirtz. „Oft ist es ein Spiel, das das Selbstvertrauen zurückbringt“, sagte Nachtwey, der die Mannschaft an der Seitenlinie unterstützte. Er hat bereits die ersten Einheiten bei dem Physiotherapeuten hinter sich und wird auch in den kommenden Wochen „versuchen, nah an der Mannschaft zu sein und sie zu unterstützen“. Die Mannschaft sei stark genug und das Spiel hänge nicht von einer Person ab, sagte er. Dass der Aufsteiger selbst diesen schmerzlichen Verlust so kompensieren kann, spricht für sie.