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Lokalsport MTV Eintracht Celle schnuppert am Aufstieg
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21:17 11.05.2014
Eintrachts Jiyan Alin (Mitte) wird von seinen Mitspielern - für sein Tor gegen den TV Meckelfeld gefeiert. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Der MTV Eintracht Celle hat im wohl entscheidenden Spiel um den Relegationsplatz zwei den sprichwörtlichen Bock umgestoßen und den TV Meckelfeld mit 3:1 bezwungen. Durch den Sieg ist die Mannschaft von Trainer Frank Weber auf den zweiten Platz vorgerückt und hält nun alle Trümpfe im Aufstiegsrennen in der Hand. „Diesen Rang wollen wir uns nun nicht mehr nehmen lassen“, sagte Weber.

Bei Dauerregen fanden immerhin 250 Zuschauer den Weg zur Nienburger Straße, die wurden für ihr Kommen belohnt und sahen ein gutklassiges Bezirksliga-Duell. Die heimische Eintracht übernahm sofort das Kommando und hätte schon in den Anfangsminuten in Führung gehen müssen. Der völlig freistehende Michel Moormann köpfte aber am Tor vorbei. Die „Bravehearts“ aus Meckelfeld mussten bereits vor dem Anpfiff die erste Hiobsbotschaft verkraften. Ihr alles überragender Spielmacher Silvio Frärks verletzte sich beim Aufwärmen und musste passen. Der in der Vergangenheit wegen seiner zeitweise lässigen Spielweise oftmals gerügte Jiyan Alin war der alles überragende Mann auf Celler Seite. Er überzeugte durch starkes Aufbauspiel, war sich aber auch nicht zu Schade in der Defensive Bälle zu erkämpfen. Zudem war er für alle Freistöße in Tornähe zuständig. Nach dreimaligem Versuch war es dann in der 30. Minute endlich soweit, Alin zirkelte einen direkten Freistoß zum 1:0 in die Maschen. Trotz Celler Überlegenheit waren die Gäste, besonders über die rechte Angriffsseite stets gefährlich. Auch die strittigste Szene kam von rechts. Nach einem Eckball entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Meckelfeld wurde aber von seinem Linienrichter eines besseren belehrt und nahm den Strafstoß zurück.

Direkt nach dem Wiederbeginn verdattelte Julian Pröve den Ball an der Außenlinie, der Pass in die Mitte wurde zum 1:1 (50.) genutzt. In den nächsten Minuten hätte die Partie zu Gunsten des TVM kippen können, MTVE wirkte fortan sehr fahrig und unkonzentriert. Den entscheidenden Schritt tat dann Weber, indem er Manuel Brunne einwechselte. Der dankte es seinem Coach und brachte sein Team wieder auf die Siegerstraße. Ein geplanter Volleyschuss wurde zur Bogenlampe und segelte fast in Zeitlupe ins TVM-Gehäuse zum 2:1 (73.). In der Schlussphase war es wieder Alin der einen Freistoß aus 28 Metern am verdutzten Ersatzkeeper der Gäste vorbei zum 3:1 (83.) ins Tor ballerte und die endgültige Entscheidung brachte. „Celle war entschlossener, bei uns ist einfach die Luft raus“, erkannte Gästecoach Tobias Gäbel die Niederlage an. „Außer in den Minuten nach dem Ausgleich haben wir gut gespielt, der Sieg war hochverdient“, war Weber zufrieden.

Jens Tjaden

Von Jens Tjaden