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Lokalsport MTV Müden steckt tief in Abstiegsnöten
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18:10 22.02.2010
Handball-Landesliga Männer: VfL Westercelle vs. MTV Müden. Westercelles Justus v. Bothmer (Mitte) setzt zum Torwurf an. Arne Bachmann (links) und Jan Henrik v. d. Ohe können es nicht mehr verhindern. Quelle: Torsten Volkmer
Celle Stadt

Der VfL Westercelle hat in der Handball-Landesliga der Männer zwei wichtige Punkte gesammelt: Gegen den MTV Müden gewann der VfL 25:22 und stürzte Müden in tiefe Abstiegsnot. Die HSG Adelheidsdorf/Wathlingen zeigte sich beim Spitzenreiter TuS Jahn Hollenstedt von der guten Seite, verlor viel zu hoch 29:36. Und TuS Bergen leistete sich beim TV Uelzen mit dem 22:22 einen unnötigen Punktverlust..

VfL Westercelle – MTV Müden 25:22 (15:13). „Das spielerische Niveau passte, Abstiegsduell pur“, stellte Müdens Coach Volker Bütepage fest, „Ob der VfL nun die bessere Mannschaft, weiß ich nicht, wir auf jeden Fall die schlechtere.“ Bütepage ging mit seinem Team hart ins Gericht: „Hier darf man nichts schön reden, mit dieser Handballkunst ist es verständlich, dass wir nun den Weg in Richtung Regionsoberliga antreten werden. Es fehlte an allen Ecken und Enden, ganze 22-Tore sind zu wenig um erfolgreich zu sein. Es stehen momentan einige Akteure völlig neben sich und helfen in dieser wichtigen Situation dem Team leider nicht.“

Etwas besser gelaunt war natürlich VfL-Coach Siegfried Dümeland. Er ärgerte sich lediglich, dass seine Mannschaft den Sack nach dem 15:10 nicht zumachte, sondern Müden wieder auf 21:20 herankommen ließ – wegen zu leichter Fehler im Angriff. „Wir hätten klarer gewinnen müssen“, befand er.

Tore für Westercelle: Tiede, Wöhler (je 6), Ahrens, Onnink, Werner (je 3), v. Bothmer, Reinboth (je 2).

Tore für Müden: C. Hüsken (9), L. Hemme (5), D. Hüsken (4), Bachmann, Ebel, Kohlmeyer, Haydl (je 1).

TuSJ Hollenstedt – HSG Adelheidsdorf/Wathlingen

36:29 (17:13). Wathlingen war motiviert und hatte Spaß, daran änderte auch die um einige Tore zu hohe Niederlage nichts. Die Entscheidung fiel bereits in der Anfangsphase: Hollenstedt führte 3:1, da schossen die Gastgeber Keeper Sven Treppens K.O. – eine blutige Nase war eine Folge, der Schock in der Mannschaft ein größerer. Zwar kehrte er nach kurzer Vertretung durch Feldspieler Lars Rölecke zurück – doch die Mannschaft stand neben sich. Und lag 2:12 zurück.

Und dennoch steckte die HSG nicht auf und hatte in der 45. Minute den 24:25-Anschluss hergestellt. Doch zu mehr reichte es nicht, Hollenstedt schlug gnadenlos zurück (30:25). „Das war eine ordentliche Leistung und eine zu hohe Niederlage“, fasste Betreuer Guido Zobiack zusammen.

Tore für Wathlingen: Twelkemeyer, Grad (je 6), Karl (5), Sieverling (5/2), Okel (3), Wichmann, Eichhorn (je 2).

TV Uelzen – TuS Bergen 22:22 (10:10). „Glücklich bin ich nicht“, so der traurige Kommentar des Coaches Uwe Blancbois. Seine Berger hatten genügend Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden, indes: Sie taten es nicht. TuS schoss den gegnerischen Torwart berühmt, spielte mal Welt-, mal unterste Kreisklasse. So lag Bergen schon 14:17 zurück, ehe die Achterbahnfahrt bergauf ging und TuS 22:20 führte. Doch die restliche zwei Minuten waren zu lang, um beide Punkte zu sichern. „Das war auf jeden Fall ein Punktverlust“, so Blancbois der aber immerhin lobte, dass sich alle Spieler am Torreigen beteiligt haben.

Tore für Bergen: D. Blancbois (5), Becker, Ahrens, Hohls (je 3), Bühler, Bockelmann 8je 2), Liedke, Gehnke, Loges, Sonnenberg (je 1).

Von Stefan Mehmke