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Lokalsport Mareike Cordes zurück im Nationalkader
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15:11 01.11.2010
Von Jürgen Poestges
Mareike Cordes Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

EVERSEN (poe). Die nationale Spitze der Sportschützen in Deutschland liegt sehr eng zusammen. Umso mehr freut sich Mareike Cordes, 18-jährige Luftgewehr-Schützin aus Eversen, dass sie in die Nationalmannschaft der Juniorinnen berufen wurde. „Derzeit trainiere ich drei Mal in der Woche, aber Anfang Dezember ist die Qualifikation für die Europameisterschaft in München. Da werde ich das Training vorher ein wenig anziehen“, erzählt sie. Auf dem Landesstützpunkt in Hannover absolviert sie meistens ihre Trainings-Schüsse.

Die Schützin, die sich in der Ausbildung zur Sport- und Fitness-Kauffrau befindet, muss bei der Qualifikation unter die ersten Drei kommen, will sie zur EM reisen. „Und derzeit gehe ich davon aus, dass ich es schaffen kann“, schaut sie optimistisch in Richtung der bayrischen Landeshauptstadt.

Sie startet in der 2. Bundesliga für Freiheit Osterode. „Vorher habe ich für Wieckenberg geschossen, aber in der Landesliga kann ich mich nicht wirklich weiter entwickeln“, begründet sie ihren Wechsel in einen anderen Landkreis. Nach vier von sieben Wettkämpfen hat sie sich in dieser Mannschaft in der Setzliste auf die Nummer eins vorgearbeitet.

Ihre Erfolg im Vorfeld ließen den Bundestrainer auf sie aufmerksam werden. Vier Bronze-Medaillen beim internationalen Junioren-Turnier in Suhl, ein zweiter Platz bei der Junioren-Olympiaausscheidung in Suhl sowie ein dritter und ein sechster Rang bei der unglücklich verlaufenden WM-Qualifikation in München waren die herausragenden Ergebnisse der talentierten Schützin.

Dei den deutschen Meisterschaften in München belegte Cordes im Kleinkaliber-Dreistellungskampf für den Schützenverein Eversen Platz sechs, was das beste Vereinsergebnis bei einer Olympischen Sportart für den SV war. Mit dem Luftgewehr hatte sie schon die Silbermedaille zum Greifen nah. Nach 37 Schuss und 33 Zehnern brauchte sie noch eine 10 für die Bronze und zwei Zehnen für Silber. Doch mit den letzten drei Schuss verfehlte sie das ein Millimeter kleine Zentrum und wurde mit 393 Ringen Sechste.

Dank ihren beiden Mannschaftskolleginnen, die ebenfalls 393 und 387 Ringen erzielt hatten, reichte es am Ende für den Bronze-Platz mit der Mannschaft, für Cordes war es die erste Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft. Und nun will sie auf internationalen Parkett ihre ersten Erfolge einfahren.