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Lokalsport Medaillen-Flut am ägyptischen Strand
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16:43 02.11.2010
Von Christoph Zimmer
Die Celler Truppe bei der WM Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Der Himmel liegt blau und leicht über dem südlichen Mittelmeer, es sieht nach Urlaub aus am weißen Sandstrand von Alexandria, der ägyptischen Hafenstadt. Doch daran verschwenden die Schwimmer des DLRG aus Celle keinen Gedanken, als sie nacheinander in das von der Sonne hellblau gefärbte Wasser springen – und mit sieben Medaillen wieder auftauchen. „Dass wir so erfolgreich sein würden, hätten wir vorher nicht gedacht“, sagt Stefan Büscher, der seine Mannschaft als Kapitän zu den Weltmeisterschaften der Rettungsschwimmer geführt hatte.

„Von den Schönheiten der Natur haben wir in diesen Augenblicken nicht viel wahrgenommen“, so Büscher, der diese Tatsache aber verschmerzen konnte. Schließlich sind er und seine Mannschaftskollegen mit allerhand Silber und Bronze entschädigt worden. Und hatten mit den um den Hals hängenden Ehrungen anschließend noch genug Zeit, Land und Leute aus der Perspektive eines Urlaubers kennen zu lernen.

Die beste Figur machten die Schwimmer aber noch im Wasser, vor allem in den Staffelwettbewerben, in denen es gleich sechs Medaillen gab, wovon zwei silberne im Freigewässer, also in den Disziplinen auf dem offenen Meer, die herausragenden Resultate in Alexandria waren. Im Strandsprint holten sich Henning Böltzik, Frank Claseman und Uwe Liestmann das Edelmetall, mit dem Rettungsbrett kamen Henning Böltzik, Stefan Büscher und Frank Clasemann auf Platz zwei. „Mit diesen Ergebnissen sind wir natürlich sehr zufrieden“, sagte Büscher. „Damit haben wir die eigenen Erwartungen weit übertroffen.“

Damit aber noch nicht genug. In der Hindernisstaffel, in der Gurtretterstaffel und in der Puppenstaffel, die allesamt in einem vom Militär bewachten Schwimmbad stattfanden, gab es dreimal Bronze, genauso wie in der Rettungsski-Staffel, die selbstverständlich im Freigewässer ausgetragen wurde. Wie in den anderen Staffeln waren auch hier Henning Böltzik, Stefan Büscher, Frank Clasemann und Uwe Liestmann für die Medaillen verantwortlich. Die einzige Einzelmedaille gab es für Henning Böltzik, der im Strandsprint auf Platz drei lief.

„Das war eine ganz tolle Erfahrung“, sagt Büscher, der von der WM auch von „einem kleinen Abenteuer“ spricht. „Das war schon ein kleiner Kulturschock. Was die Sauberkeit und die Ordnung angeht ist das mit Deutschland nicht zu vergleichen.“ Es kam während der vielen Tagesausflüge nicht gerade selten vor, dass auf einer zweispurigen Straße auch mal vier, fünf, sechs, viele Autos nebeneinander fuhren. Aber auch da fanden sich die Schwimmer aus Celle zurecht. Genauso gut wie im Wasser an der ägyptischen Mittelmeerküste.