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Lokalsport Medaillenjagd bei Wind und Dauerregen
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18:45 27.06.2012
Von Uwe Meier
Celler Ruderer.der deutsche U23-Doppelvierer mit v.l. Patrick Leineweber (Celle), Felix Bach (Potsdam), Timo Piontek (Koblenz), Dennis Sittel (Halle). Quelle: Heiko Leineweber
Celle Stadt

„Damit kann man nicht unzufrieden sein“, sagte Trainer Klaus Scheerschmidt nach Abschluss der deutschen Jahrgangsmeisterschaften der U17, U19 und U23 auf dem Baldeneysee in Essen. Die Bilanz aus Celler war aus seiner Sicht in Ordnung. „Vielleicht wäre noch eine Medaille mehr möglich gewesen“, so Scheerschmidt.

Insgesamt sechs Aktive vom Celler Ruderverein und Hermann Billung Celle waren bei den viertägigen Wettkämpfen in Essen an den Start gegangen. Und die hatten mit äußerst unterschiedlichen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Die Vorläufe am ersten Wettkampftag fanden bei guten Wasserbedingungen und leichtem Schiebewind statt. Am zweiten Tag änderte sich die Wetterlage, so dass die Aktiven nun mit heftigem Gegenwind und starken Wellen zurechtkommen mussten. Am Sonntag kam dann noch Dauerregen hinzu.

Patrick Leineweber und Peter Kluge gehören seit mehreren Jahren zu den Leistungsträgern im Celler RV. Dies bestätigte sich auch bei dieser Veranstaltung einmal mehr. Mit einer Goldmedaille im Männer-Doppelvierer und einer Bronzemedaille im Männer-Doppelzweier fuhr Patrick Leineweber am Montag bereits direkt weiter in das Vorbereitungs-Trainingslager nach Ratzeburg für die U23-Weltmeisterschaften in Trakai, die vom 12. bis 15. Juli ausgefahren werden. In Litauen ebenfalls dabei ist Peter Kluge, der in Essen mit dem Männer-Achter die Goldmedaille erkämpfte.

In der Altersklasse U17 starteten Kai Kostrzewa und Maximilian Harr vom Ruderverein Hermann Billung Celle. Kostrzewa vertrat seinen Verein im Junioren-Einer B (15/16 Jahre) und qualifizierte sich über den Hoffnungslauf für das Halbfinale. Dort verpasste er allerdings den Sprung ins A-Finale und belegte am Ende den elften Platz in der Gesamtwertung.

Ähnlich erging es seinem Vereinskameraden Maximilian Harr im Leichtgewichts-Junioren-Einer B, auch er hatte sich über den Hoffnungslauf für das Halbfinale qualifiziert, dann aber den Einzug ins A-Finale verpasst. Am Ende belegte er den achten Rang. Zusätzlich startete Harr noch in einer niedersächsischen Renngemeinschaft im Leichtgewichts-Junioren-Doppelvierer B, in der er den zehnten Platz erreichte.

Einzige Celler Teilnehmer in dieser Altersklasse U19 waren Arno Bratz und Ann-Cathrin Leineweber (CRV). Bei Arno Bratz, der im Leichtgewichts-Junioren-Einer A (bis 67,5 kg) startete, war die Erwartungshaltung aufgrund eines Krankheitsausfalls im Vorfeld der Meisterschaften gedämpft. Trotzdem gelang dem Schützling von Trainer Klaus Scheerschmidt mit einem zweiten Platz im Vorlauf der direkte Einzug ins Halbfinale. Dort verpasste er in einem sehr spannenden Rennen knapp den Einzug ins A-Finale und belegte am Ende den achten Platz. Platz mit einer soliden Leistung. „Er hat für Potenzial für mehr“, meinte Scheerschmidt. „Ich denke, das wird er in der kommenden Saison abrufen können.“

Für Ann-Cathrin Leineweber, die erst vor einem Jahr mit dem leistungssportlichen Training begonnen hat, war es die erste Teilnahme an Deutschen Meisterschaften. Die Abiturientin vom Hölty-Gymnasium startete mit einem furiosen Vorlaufsieg in den Wettkampf und qualifizierte sich damit direkt für das Finale im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer. Dort fehlte ihr bei den schwierigen Bedingungen die nötige Erfahrung, um eine sehr gute Saison mit einer Meisterschafts-Medaille zu beenden. Am Ende reichte es „nur“ zum fünften Platz.