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Lokalsport Meister-Mädels haben's schwer
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21:27 20.09.2018
Von Christian Link
Die Volleyballerinnen des SV Nienhagen verzichteten auf den Aufstieg, dafür spielt derTV Eiche Horn II aus Bremen nun eine Liga höher. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Die Oberliga-Meisterinnen, die auf den Aufstieg verzichtet hatten, haben in der aktuellen Saison gleich zwei Auswärtsspiele beim schärfsten Konkurrenten – der SG Karlshöfen/Gnarrenburg. "Das war eine nette Geste des Staffelleiters, wir dürfen gleich zweimal zum Titelaspiranten fahren", sagt Trainer Rolf Wagner mit viel Ironie in der Stimme und ärgert sich über das fehlende Heimrecht. Denn Wagner weiß aus Erfahrung: "Bei Auswärtsfahrten ist man selten komplett."

Der Kader des SVN hat sich kaum verändert. "Wir sind auf allen Positionen gut besetzt", sagt Wagner. Neu im Team ist Vivien Möhle, die vom TuS Lachendorf aus der Bezirksklasse gekommen ist, nachdem sie im Probetraining überzeugen konnte. "Sie hat viel Potenzial", lobt der Teamchef seine neue Außenangreiferin. Außerdem ist Nora Gehrke wieder spielbereit, die aus dem Mutterschutz zurückkehrt. Dafür muss das Team mit Olga Kononova bis auf Weiteres auf eine Stammkraft verzichten.

Zu einer wichtigen Leistungsträgerin könnte in dieser Saison Pascale Marie Schneeweiss heranreifen, die früher mit Möhle zusammen in Lachendorf spielte. "Wir müssen mal gucken, wie sie sich so einbringen kann", sagt Trainer Wagner. Mit ihren 16 Jahren und 1,80 Metern Körpergröße habe sie gute Voraussetzungen für weitere Topleistungen.

Insgesamt stehen dem SVN-Chefcoach in der Oberliga 16 Spielerinnen zur Verfügung. Der Schichtdienst und das Familienleben seiner Spielerinnen sieht Wagner in dieser Saison als eine nicht abzuschätzende Hürde an. "In der vergangenen Saison lief das gut. Wie das jetzt wird, können wir noch nicht sagen." Gerade für die Mütter im Team sei so ein Auswärtsspiel herausfordernd, denn neben der An- und Abreise steht für die Gäste jedesmal auch noch das Schiedsgericht im zweiten Spiel des Tages an. "Beim Spiel in Göttingen sind wir um 12 Uhr in Celle losgefahren und waren um 21.30 Uhr zu Hause", erinnert sich Wagner.

Den weitesten Weg müssen die Nienhäger diesmal zur SG Volleyball Münden zurücklegen, die aus der Verbandsliga aufgestiegen ist. Wie gut der Liganeuling ist, kann Wagner noch nicht abschätzen. Er weiß aber: "Das ist eine weite Fahrt."

Die Favoriten auf den Meistertitel hat der SVN-Trainer mt der SG Karlshöfen/Gnarrenburg und BTS Neustadt ausgemacht, die aus der anderen Oberliga-Staffel herübergewechselt sind. Das erste Kräftemessen der beiden Teams konnten die Karlshöfener mit 2:3 (97:104) für sich entscheiden.

"Den 3. Platz sollten wir schon anstreben", gibt Wagner als Devise aus und stellt klar: "Der Aufstieg ist kein Thema für uns. Der Zeitaufwand in der Regionalliga wäre für manche Spielerinnen nicht zu leisten." Außerdem gäbe es dann Probleme bei Hallennutzung und Startgeld.

Der SV Nienhagen greift am Sonntag, 30. September, ins Ligageschehen ein – mit der erste Reise ins Schulzentrum Gnarrenburg in den Landkreis Rothenburg. "Ich gehe davon aus, dass wir da komplett sein werden", so Wagner. Danach folgen für den SVN drei weitere Auswärtsspiele in Giesen, Delmenhorst-Stenum und Salzgitter. Heimrecht in ihrer Sporthalle am Europabad haben die Nienhäger erstmals am 25. November gegen ASC 46 Göttingen und TG 1860 Münden.

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