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Lokalsport Modenschau umrahmt den Auftakt
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18:18 11.03.2012
Startnummern-Ausgabe f¸r Wasa-Lauf Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Die Vorfreude stand vielen Teilnehmern im Gesicht geschrieben. Träume über eine Fabel-Zeit waren noch erlaubt. Einen Tag vor der 30. Ausgabe des Celler Wasa-Laufs holten sich zahlreiche Läufer in der Burghalle ihre Startnummer ab. Ein großer Kaffee- und Kuchen-Bereich sowie zahlreiche Stände der Sponsoren vom T-Shirt-Verkauf bis zum Last-Minute-Schuh-Shopping sorgten bei den Teilnehmern für einen entspannten Nachmittag.

Abgerundet wurde die traditionelle Veranstaltung mit einem Bühnenprogramm der Leichtathletik-Sparte des MTV Eintracht, die die Sportmode aus 30 aus drei Jahrzehnten Wasa-Lauf mit einer großen Bühnen-Choreografie vorführte.

Eine große Menschenmenge versammelte sich vor den Türen der kleinen Burghalle. Als sich die Türen öffneten, hieß der Veranstalter MTV Eintracht Celle die Läufer auf spezielle Art willkommen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Maike Pieper, Tochter von Holger Pieper aus dem Organisationsteam, sorgte die Leichtathletik-Gruppe des MTV für das Highlight des Nachmittags.

Unter dem Motto „30 Jahre Wasa-Lauf“ schlüpfte jeder der Sportler in einen charakteristischen Trainingsanzug des jeweiligen Jahrzehnts. So tanzten sie zu typischer 80er-Musik wie Nenas „99 Luftballons“ mit roten Einteilern, wie sie früher modern waren.

„Die Idee dazu hatten wir schon lange“, sagte Linda Grützmacher, eine der Darstellerinnen. „Relativ spontan“ ist in den vergangenen zwei Wochen die Choreographie dazu entstanden. In den 90ern ging es lockerer zu. Knallige Farben dominierten aber immer noch. Zum Schlussakt startete die Gruppe in modernen dunkelblauen Trainingsanzügen sogar noch eine Polonaise quer durch die Halle.

Dabei stolzierten sie auch an Klaus-Dieter Höpner und seiner Tochter Jennifer vorbei und steckten sie mit ihrer guten Laune sichtlich an. „Seit 1989 habe ich den Wasa-Lauf nur zwei Mal ausgelassen“, sagte Höpner stolz. Die 10 Kilometer sind seine Distanz. „Man freut sich immer auf den Lauf. Aufgeregt sind wir nicht mehr.“ Seit drei Jahren ist auch seine Tochter mit dem Lauf-Virus vom Vater infiziert. „Ich habe auch schnell gefallen daran gefunden“, sagte Jennifer. Ein Ziel hatte sie: „Ich möchte am Ende vor meinem Vater ins Ziel kommen.“

Auch bei Peter Popovic herrscht „große Vorfreude auf den morgigen Tag.“ Seit vier bis fünf Jahren ist der Läufer, der „einfach Spaß haben“ will, mit der 10 Kilometer-Strecke „befreundet“. Dieses Mal wollte er die 45 Minuten endlich packen.

Neben den vielen Festangemeldeten gab es auch einige Läufer, die zu Beginn der Woche noch gar nicht wussten, dass sie überhaupt teilnehmen würden. Für Kurzentschlossene richtete der MTV Eintracht eine Anmeldestation ein. Einer dieser spontanen Typen war John Pommerning aus der Wedemark. „Eigentlich wollte ich beim CeBIT-Run mitmachen. Da das aber nicht geklappt hat, bin ich froh nun in Celle dabei zu sein“, freute sich der Hannoveraner über seine Wasa-Lauf-Premiere. „Ich habe einfach Spaß am Laufen und sehe das als Einsteiger-Lauf.

Von Andre Batistic