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Lokalsport Müden empfängt Bergen: "Schönes Derby" nach langer Zeit
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16:09 15.12.2017
Verdammt lang her: Müdens Clemens Hüsken (beim Wurf) setzt sich im Januar 2010 gegen Bergens Abwehr durch. Am Ende hatte TuS mit 23:22 die Nase vor, Müden stieg später ab. Quelle: Gert Neumann ()Archiv)
Celle Stadt

Müden gegen Bergen – an das letzte Liga-Derby kann sich kaum noch jemand erinnern. „Wir sind durch Auf- und Abstiege immer haarscharf aneinander vorbei in verschiedenen Ligen gelandet“, sagt Bergens Routinier Dominik Blancbois. 2014 stieg Bergen nach drei Jahren Verbandsliga in die Landesliga ab, Müden ging im selben Jahr den umgekehrten Weg. Die letzten Aufeinandertreffen in einer Meisterschaft datiert tatsächlich aus der Landesliga-Saison 2009/10, als Bergen beide Partien für sich entschied (25:20 und 23:22) und Müden am Ende abstieg.„Auch wenn viele der aktuellen Spieler damals noch gar nicht im Herrenbereich aktiv waren, kennen sich die Jungs beider Truppen natürlich“, sagt Müdens Trainer Markus Haydl.

Eigentlich hätte das Derby bereits am zweiten Spieltag über die Bühne gehen sollen. „Aber da waren mehrere meiner Spieler zu einer Hochzeit eingeladen. Deshalb haben wir seinerzeit um Verlegung gebeten“, so der MTV-Coach.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Am Samstag beschließt das Nachbarschaftsduell für beide Teams die Hinrunde. Müden ist als Dritter hinter Heidmark und Eyendorf immer noch im Aufstiegsrennen, blieb aber nach Niederlagen in Soltau und gegen Heidmark auch ein wenig hinter den Erwartungen zurück.

Und auch Bergen ist mit seinen 10:10 Punkten nicht da, wo Experten die Mannschaft vor der Saison eingeordnet hätten. Und das, obwohl es Bergen als einziges Team schaffte, Heidmark zu schlagen – auch wenn die Punkte nach einem Protest des Gegners wieder verloren gingen. Doch mehr als ein Mittelfeldplatz war nicht drin.

Die Mannschaft von TuS-Trainer Daniel von Frayenhove ist aus Müdener Sicht eine homogene Truppe, die in wichtigen Spielen durch einige ältere Ex-Oberliga-Spieler wie Julien Guse oder Felix Becker ergänzt wird. Aber auch ohne diese haben die Berger einige gute Spieler, auf die sich die Müdener vorbereiten sollten. „Neben Rückraumspieler Wilken Rodehorst ist auch Dominik Blancbois immer ein treffsicherer Schütze“, sagt Müdens Trainer Markus Haydl, der aber schon weiß, dass Rodehorst eigentlich verletzt ist. Egal, denn die Müdener wollen die letzte Partie in 2017 unbedingt gewinnen. Zudem es auch ein Heimspiel ist.

„Ich denke, dass es ein schönes Derby wird – das wir natürlich gerne für uns entscheiden wollen. Wir dürfen jedoch die Gäste nicht unterschätzen“, so Haydl. Verzichten muss er weiterhin auf den verletzten Maximilian Ahrenbeck sowie auf den privat verhinderten Torben Ehlert.

Und auch Bergen freut sich: „Das letzte Spiel des Jahres – und was für eins. Ein schönes Derby gegen Müden. Ich muss sagen, ich freue mich auf das Spiel. Danach geht es in die kurze Winterpause, die wir auch gut gebrauchen können“, so TuS-Coach von Frayenhove. Nach dem Sieg gegen den HBV 91 Celle steht sein Team nicht mehr so sehr unter Druck.

Bergen gibt die Favoritenrolle gern an den Nachbarn ab, sieht sich aber alles andere als chancenlos: „Wir müssen den wurfgewaltigen Müdener Rückraum in den Griff bekommen, dann können wir durchaus zwei Punkte holen“, sagt von Frayenhove, der sich wie Bolle auf die Partie freut: „Ich hoffe, dass viele Zuschauer den Weg in die Halle finden und richtig Stimmung machen.“

Von Stefan Mehmke und Heiko Hartung