Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Nächster Knall beim SVG Celle: Trainer Martin Kahle wirft das Handtuch
Sport Sport regional Lokalsport Nächster Knall beim SVG Celle: Trainer Martin Kahle wirft das Handtuch
11:55 19.03.2017
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Über die genaueren Beweggründe, die ihn zu diesem Schritt veranlasst haben, wollen er und der Verein erst am Montag nach einem weiteren Gespräch genauere Auskunft geben. Die wirtschaftliche Schieflage beim Bundesligisten soll aber nicht der Grund für seinen Schritt sein. Vielmehr wurden zuletzt im Hintergrund, auch aus dem Kreis der Sponsoren, die kritischen Stimmen lauter, die den Coach für die sportliche Misslage beim SVG Celle verantwortlich machen und einen die ihm einen Neuaufbau in der 2. Liga nicht zutrauen. Einen Kommentar dazu wollten die beteiligten Parteien am Wochenende allerdings nicht abgeben. Auch nicht dazu, wie es jetzt weitergehen soll und wer die Mannschaft bei den nächsten Spielen betreuen wird.

Kahle hatte in der Vergangenheit mehrfach die mangelnde Qualität des Kaders angemahnt und auf Verstärkungen gehofft. Die waren jedoch, nicht zuletzt wohl auch aufgrund der schwierigen finanziellen Situation beim Celler Bundesligisten, ausgeblieben. Die Konsequenzen hatte in erster Linie der Coach zu tragen, der sich vermehrt Kritik gefallen lassen musste. Jetzt hat er für sich einen Schlussstrich gezogen.

Kahle zählt beim SVG zu den Urgesteinen. Er hatte das Traineramt Ende der 80er-Jahre übernommen. Seit dieser Zeit war er nahezu ununterbrochen für die sportlichen Geschicke beim SVG verantwortlich und hatte das Team als Trainer aus der damaligen Heideliga bis in die Bundesliga geführt. Unterbrochen wurde diese lange Phase von seinen relativ kurzen Gastspielen beim damaligen Frauen-Bundesligisten SG Misburg sowie den beiden Männer-Oberligisten MTV Post Eintracht Celle und Lehrter SV. Von Letzterem war Kahle Ende 2014 nach Celle zurück gelotst worden, nachdem sich der SVG kurzfristig vom damaligen Trainer Christian Hungerecker getrennt hatte. Ein Nachfolger für ihn zu finden, dürfte in der derzeitigen Situation des Vereins äußerst schwierig werden.