Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Robin Zissel: Ein Neuer für die Bundesliga
Sport Sport regional Lokalsport Robin Zissel: Ein Neuer für die Bundesliga
18:23 05.02.2019
Von Uwe Meier
Robin Zissel verstärkt zur nächsten Saison die Bundesliga-Schützen des SV Wieckenberg.
Wieckenberg

Schuss für Schuss haben sich die Sportschützen des SV Wieckenberg in den vergangenen Jahren in der Luftgewehr-Bundesliga an ihr großes Ziel herangeschossen. Besser als in der vergangenen Saison ist die junge Schützenriege noch nie gewesen – für eine Endrunden-Teilnahme, für die sich die besten acht deutschen Mannschaften qualifizieren, hat es indes noch nicht gereicht. Ab September dieses Jahres wird ein neuer Versuch gestartet. Dazu haben sich die Wieckenberger bereits jetzt eine Verstärkung gesichert. Vom Meister der Nordgruppe, dem BSV Buer-Bülse, wechselt Robin Zissel zum SVW. „Wir sind froh, dass er sich für einen Wechsel nach Wieckenberg entschlossen hat“, so Enrico Friedemann, der in einem Gespräch mit Zissel alles klar gemacht hat.

„Es ist schon außergewöhnlich, dass wir so einen Mann bekommen konnten. Es ist nicht an der Tagesordnung, dass ein Sportler von einem Topverein zu uns wechselt“, so der Wieckenberger Trainer und Berater in Personalunion. Friedemann ist überzeugt davon, dass der Neuzugang eine bedeutende Verstärkung für das Wickenberger Team darstellt. „Buer-Bülse hat in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Nordstaffel gewonnen. Da hatte Robin seinen Anteil dran. Schön, dass er jetzt eine neue Herausforderung sucht. Er wird uns mit seiner Erfahrung dabei helfen, unser Ziel Finalrunde zu erreichen.“

Zissel traf durchschnittlich 391,71 Ringe

In der abgeschlossenen Saison brachte der 24-jährige Zissel durchschnittlich 391,71 Ringe auf die Zielscheibe. Die maximale Punktzahl von 400 hat er auch schon einmal geschossen. Zu den größten Erfolgen des Sportschützen gehört das Erreichen der Bronzemedaille mit der deutschen Mannschaft bei der Europameisterschaft in Maribor. „Dass er ein guter Schütze ist, zeigt auch die Tatsache, dass er sich für die EM-Qualifikation der besten acht deutschen Luftgewehrschützen qualifiziert hat“, erzählt Friedemann. „Er ist auch als Mensch sehr umgänglich und passt gut zu unserer Mannschaft.“

Friedemann selbst wird in Sachen Traineramt beim SVW etwas kürzertreten müssen. Zum einen ist sein Job als Nationaltrainer der Schweiz ziemlich zeitintensiv. Zum anderen wird er demnächst Vater. Ganz wird er seine Zelte in Wieckenberg aber nicht abbrechen. „Nein. Das kommt nicht in Frage. Zusammen mit Horst-Dieter Ruschel habe ich die Mannschaft doch zu einer Einheit entwickelt. Die Jahre waren sehr intensiv. Das kann man nicht einfach so stehen lassen“, sagt er. Wie sein Engagement in Wieckenberg in Zukunft aussehen wird, soll ein Gespräch mit Ruschel im August ergeben.

Bundesliga-Saison kostet rund 15.000 Euro

Mit der Verpflichtung Zissels steht der SVW-Kader für die nächste Saison. Vom bisherigen Bundesligateam wird keine Schützin den Verein verlassen. Jetzt müssen allerdings noch die entsprechenden Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche „Schießzeit“ geschaffen werden. Und in diesem Punkt vermeldet Teammanager und Wieckenbergs Vereinsvorsitzender Horst-Dieter Ruschel Schwierigkeiten. Rund 15.000 Euro kostet eine Wieckenberger Saison in der Bundesliga. Geld, das auf den Auswärtsfahrten für Fahrtkosten, Spesen und Übernachtungen benötigt wird. „Davon, diese Summe zusammenzubekommen, sind wir derzeit noch einen größeren Steinwurf entfernt“, so Ruschel, der weiter auf der Suche nach Sponsoren ist. „Wir haben noch nicht einmal die Hälfte zusammen. Das wird nicht leicht.“

Die Sportler selbst erhalten bis auf Topschützin und Europameisterin Stine Nielsen kein Geld. Die Dänen selbst erhält allerdings auch nur eine äußerst geringe Punkteprämie. „Wenn sie im Wettkampf über 397 Ringe schießt, erhält sie 50 Euro“, verrät Ruschel. „Dazu kommen noch einmal 50 Euro, wenn wir gewinnen.“ Reich werden kann man davon bestimmt nicht – von einem goldenen Steak à la Ribéry kann schon gar keine Rede sein.

Ruschel hofft, die Etatprobleme bald in den Griff bekommen zu haben. Er habe diverse mögliche Sponsoren angeschrieben. „Irgendwie wird das schon werden. An den Start gehen werden wir sicher können.“ Und wenn es dann so weit ist, kann der nächste Versuch gestartet werden, in elf Wettkämpfen der Bundesliga-Gruppe Nord genügend Punkte zu sammeln, um endlich einmal im Finale der besten acht Bundesliga-Teams um den Deutschen Meistertitel schießen zu können.

Während andere gemütlich in ihrem Bett schlummerten, erlebten 24 Jugendliche am Wochenende in Celle eine erlebnisreiche Crossover-Nacht.

Christian Link 05.02.2019

Reichen zehn Punkte zum Klassenerhalt in der Verbandsliga? Bei den Hockey-Herren vom MTV Eintracht Celle ist am letzten Spieltag zittern angesagt.

Christian Link 05.02.2019

Tischtennis-Zweitligist TuS Celle hat Fortuna Passau mit 6:3 besiegt. Höhepunkt des Spiels: Das Duell zwischen "Hippi" und dem indischen "Cyborg".

Christian Link 03.02.2019