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Lokalsport Nieber: Kommen um Hallenneubau nicht herum
Sport Sport regional Lokalsport Nieber: Kommen um Hallenneubau nicht herum
14:34 28.03.2012
Von Heiko Hartung
Was passiert mit der - MTVE-Gesch‰ftsstelle und der dahinter liegenden Sporthalle? Quelle: Archiv CZ
Celle Stadt

Auch die Wählergemeinschaft (WG) Celle ist dafür, zunächst den Zustand MTV-Halle zu ermitteln. „Sollte sich herausstellen, dass die Halle nicht erhaltenswürdig reparabel ist, plädiert die Wählergemeinschaft Celle – im Gegensatz zur FDP – dafür, die bisher in der MTV-Halle stattfindenden Sportaktivitäten – falls räumlich und zeitlich möglich – auf die umliegenden Sporthallen zu verteilen.“ Sollte dies möglich sein, werde die Finanzierung eines Turnhallenneubaus bei der WG Celle keine Unterstützung finden, hieß es in einem Ratsantrag. Damit wolle man einen ähnlich kostenintensiven Umzug mit Neubau auf Kosten der Stadt vermeiden, wie er derzeit beim Umzug der Minigolf-Anlage in die 77er-Straße zu beobachten sei.

Die Vorstellungen der WG lösen bei MTVE-Geschäftsführer Rolf-Peter Nieber Kopfschütteln aus: „Die Umverteilung auf andere Sporthallen muss nicht erst geprüft werden, da reicht ein einziger Anruf im Sportamt der Stadt, um zu erfahren, dass in den Wintermonaten die Belegungspläne schon jetzt komplett dicht sind. Da geht gar nichts mehr.“ Nieber verweist auch auf den Bedarf der Berufsbildenden Schulen III, die die MTV-Halle unter der Woche bis 15 Uhr nutzen. Deshalb müsse es im Fall eines Abrisses unbedingt adäquaten Ersatz geben.

Und dass die Tage der fast 100 Jahre alten MTV-Halle gezählt sind, davon geht Nieber aus: Vor einigen Tagen hat ein Mitarbeiter des städtischen Fachdiensts für Hochbau- und Gebäudewirtschaft den MTVE-Komplex in Augenschein genommen. Und auch wenn die Verwaltung das Ergebnis der Ortsbegehung nicht öffentlich machen will, geht Nieber davon aus, dass die umfangreiche Mängelliste eine Sanierung ausschließe. Nieber: „Ich werde nie verlangen, dass die Stadt uns am Nordwall einen Palast hinstellt. Aber um einen Neubau kommt man aus unserer Sicht nicht herum. In diesem Fall würde sich der Verein auch mit Eigenmitteln einbringen.“ Nur: Wenn der Bagger in zwei oder drei Jahren vor der Tür stehe, müsse der neue Bau fertig sein, „wenn möglich am Nordwall“, so der Geschäftsführer.