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Lokalsport Niederlage des TuS Celle 92 wirkt als „Mutmacher“
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18:00 30.09.2013
Von Heiko Hartung
André Kamischke vom TuS Celle 92 siegte gegen - Schwarzenbek mit seinem Partner Yannick Dohrmann im Doppel. Im Einzel lautet seine Bilanz: ein Sieg und eine Niederlage. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

„Schade, gut gekämpft, gleichwohl auch nicht unverdient verloren. Trotzdem: Die ,Gesamtperformance‘ war absolut in Ordnung – darauf lässt sich aufbauen,“ kommentierte Cheftrainer Frank Schönemeier die knappe 7:9-Heimniederlage des TuS Celle 92 gegen den favorisierten TSV Schwarzenbek in der Tischtennis-Regionalliga Nord.

Vor 105 Zuschauern in der Altstädter Schule standen die Vorzeichen für die Herzogstädter am Sonntag alles andere als gut. Schwarzenbek, östlich von Hamburg gelegen, reiste mit seinem Spitzenspieler Fredrick Lundquist an – in den vergangenen Jahren einer der dominierenden Spieler in der dritten Liga. Trotz der Niederlage habe die Partie für den weiteren Saisonverlauf durchaus Mut gemacht, so Celles Routinier Björn Ungruhe.

Er und Niklas Matthias brachten Celle nach konzentrierter Vorstellung mit einem 3:0-Erfolg im Auftaktdoppel in Führung. Trotz überzeugender Leistung mussten Falko Turner und Nils Hohmeier die Überlegenheit des gegnerischen Spitzendoppels Lundquist/Wegner anerkennen. Doch mit einem 3:2-Sieg eroberten André Kamischke und Yannick Dohrmann in einem hochdramatischen Spiel die Führung zurück. Doch allen war klar, dass es im Spitzenpaarkreuz für die Herzogstädter schwer werden würde. Matthias unterlag einem glänzend aufgelegten Wegner mit 1:3. Auch Dohrmann konnte trotz solider Leistung gegen Lundquist nur wenig bestellen. Schwarzenbek führte 3:2.

Doch die Herzogstädter schlugen zurück: Hohmeier, besiegte den mit harten „Vorhandpeitschen“ immer wieder den Rhythmus brechenden Abwehrspieler Weber knapp mit 3:2. Ein Spiel mit spektakulären Ballwechseln lieferten sich Celles Kapitän Ungruhe, der für den an einem Erschöpfungssyndrom erkrankten Turner in die Mitte aufgerückt war, mit Gästespieler Spreckelsen. Ungruhe gewann glatt in drei Sätzen und Celle war wieder im Spiel. In der Folge wechselte die Führung immer wider: Kamischke rang Holz mit 3:0 nieder, während Tobias Körnig 1:3 gegen Moritz Spreckelsen verlor.

Doch dann drehte Schwarzenbek, für die Ungruhe in der Vergangenheit drei Jahre aktiv war, das Spiel: Lundquist zeigte gegen Matthias, dass er jahrelang im erweiterten National-Kader der Tischtennis-Nation Schweden stand. Matthias entführte zwar einen Satz, unter dem Strich stand jedoch ein 1:3. Manager Dieter Lorenz: „Wir haben absolutes Vertrauen zu unserem Spitzenspieler, Niki wird seine Dinger noch machen. Ich habe den Eindruck, dass derzeit eine Mental-Blockade vorherrscht.“

Auch Dohrmann, in den ersten beiden Sätzen der bessere Spieler, unterlag gegen Wegner glatt. „Ich habe aber gefühlt, dass ich auch im vorderen Paarkreuz gut mithalten kann“, sagte Dohrmann.

Doch die Herzogstädter konnten auf ihre neuformierte Mitte bauen: Hohmeier schlug den frisch gebackenen schleswig-holsteinischen Ranglistensieger der Herren, Fredrik Spreckelsen mit 3:2. Ungruhe gewann am Nebentisch ebefalls 3:2.

Die zwischenzeitliche 7:6- Führung reichte den Celler aber nicht, weil Kamischke und Körnig unglücklich verloren. Das Schlussdoppel war hingegen eine klare Angelegenheit. Matthias/Ungruhe standen gegen Lundquist/Wegner auf verlorenem Posten und unterlagen klar und verdient mit 0:3.