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Lokalsport Nienhäger Schwimmer mit Rekorden aber ohne Medaillen
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18:47 25.11.2014
Von Uwe Meier
Schwimmen: Deutsche Kurzbahnmeisterschaften mit SV Nienhagen (einziger Celler Verein); Die SVN-Mannschaft mit (von links): Anna-Lenau Jacob, Lea Exter, Trainer Ole Bedey. Maike Höner, Jonas Reinhold und Antonia Plachetzky Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Nienhagen

Die Schwimmoper in Wuppertal war Austragungsort der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM). Die besten Athleten aus 186 Vereinen der gesamten Republik schwammen auf der schnellen 25-Meter-Bahn um Bestzeiten und Meistertitel. Die gesamte Leistungsspitze des DSV war in Wuppertal am Start. Mit dabei waren auch Athleten des SV Nienhagen. Die Meisterschaft wurde nur offen gewertet und galt als Qualifikationswettkampf für die Kurzbahn-WM in Dohar (Katar) Anfang Dezember.

Aus den SVN-Reihen hatten sich erstmals Maike Höner, Lea Exter, Antonia Plachetzky und Jonas Reinhold über die Bestenlisten des DSV für die DKM qualifiziert, während Annalena Jacob bereits über Erfahrungen bei dieser Meisterschaft verfügte. Insgesamt absolvierten die Nienhäger sieben Einzelstarts und die 4x50-Freistilstaffel der Damen.

Annalena Jacob zog über die 25 Meter mit ihrer Vorlaufzeit von 25,89 Sekunden ins B-Finale ein. Dort steigerte sie sich auf 25,79 Sekunden und belegte Platz zwölf der Damenwertung. Mit dieser neuen persönlichen Bestzeit verbesserte die 17-Jährige dazu ihren eigenen Vereinsrekord. Über 50 Meter Rücken gelang Annalena Jacob mit 0:30,34 Minuten (Pl. 42) ebenfalls eine gute Zeit, bedenkt man, dass die Nienhägerin mit einem großen Trainingsrückstand nach Wuppertal gereist war.

Maike Höner zeigte über 50 Meter Schmetterling ein Superrennen in 0:28,28 Minuten, schwamm neuen Vereinsrekord und verpasste den Einzug ins B-Finale um nur 14 Hundertstel. Mit ihrer Zeit platzierte sich die 16-Jährige in den Top-20 der Damenkonkurrenz. Über die doppelte Distanz hatte sich die Nienhägerin viel vorgenommen. Allerdings konnte sie ihr Leistungspotenzial nicht „frei“ abrufen und blieb mit 1:04,10 Minuten (Platz 38) hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Jonas Reinhold schwamm über 1500-Meter-Freistil ein starkes Rennen. Um gleich zehn Sekunden steigerte der Nienhäger seine erst zwei Wochen alte Bestzeit auf 16:03,28 Minuten. Mit diesem neuen Bezirks- und Vereinsrekord belegte der 16-Jährige Platz 26 der Herrenkonkurrenz. Über 400-Meter-Freistil zeigte der Nienhäger mit 4:02,94 Minuten (Platz 43) eine stabile Leistung auf hohem Niveau.

Lea Exter schwamm im Becken der „Schwimmoper“ über 1500 Meter Freistil ihre persönlich zweitbeste Zeit. Die 14-Jährige beendete die 60 Bahnen nach 18:17,84 Minuten (Platz 56).

Antonia Plachetzky griff als Mitglied der 4x50-Meter-Freistilstaffel ins Wettkampfgeschehen ein. Als jüngste Schwimmerin der SVN-Mannschaft bewies die 13-Jährige mit einer sehr guten Einzelleistung ihren Wert für das Staffelteam. In der Reihenfolge Jacob, Plachetzky, Höner und Exter kam die Staffel mit 1:50,71 Minuten auf Rang 25 dieser Deutschen Meisterschaften.

SVN-Trainer Ole Bedey wertete die Teilnahme des SV Nienhagen als Erfolg und als wertvolle Erfahrung für seine jungen Schützlinge, dem Druck bei hochklassig besetzten Wettkämpfen zu trotzen und persönliche Höchstleistungen punktgenau abrufen zu können.

Bereits am kommenden Wochenende sind Antonia Plachetzky, Lea Exter und Jonas Reinhold wieder im Becken gefordert. Der Landesschwimmverband hat die drei SVN-Schwimmer für den Nord-Ländervergleich in Bitterfeld nominiert.

Uwe Meier