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Lokalsport Nienhagens Judoka holen DM-Silber
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15:35 14.12.2011
Die Mannschaft vlnr: Julian Stelzer, Tim Gramkow, Maxi Schrader, Maik Dittrich, Johannes Wieser, Raik Raflmann, Jan-Hendrik Kˆhler, Felix Edling, Ole R¸ter, Jan Weber, Leon Str¸ber Quelle: nicht zugewiesen
Nienhagen

Nach 1981 – die Judo-Mädchen des SV Nienhagen wurden Deutscher Meister – tat sich lange Zeit nichts Herausragendes für die heimischen Jungenmannschaften dieser Altersklasse. Der Kampfgemeinschaft SV Nienhagen/Crocodiles Hildesheim gelang es nun endlich, wieder eine vordere Platzierung für den Landesverband Niedersachsen zu holen. Sie kehrten mit der Silbermedaille von den Deutschen Meisterschaften aus München zurück.

„Wir hatten so mit dem fünften Platz geliebäugelt vor der Meisterschaft“, verrät Maik Edling, Trainer des SV Nienhagen, der das Team in München gemeinsam mit seinen Hildesheimer Kollegen Uwe Juch und Achim Beck betreute. „Und nach der Gruppenauslosung haben wir auch an Platz drei geglaubt. Dass es dann aber sogar das Finale wurde, das war überragend.“ Und dass am Ende nach einer 3:1-Führung die 3:4-Niederlage stand, konnte die jungen Judoka dann auch nicht umwerfen. „Wir haben eine junge Mannschaft, die in dieser Besetzung auch im kommenden Jahr wieder bei den Deutschen Meisterschaften dabei sein kann. Und dann sind wir Favorit“, gibt sich Edling selbstbewusst.

Dreizehn Mannschaften aus den sechs Gruppen, zu denen die jeweiligen Landesverbände zusammengefasst sind, trafen sich in München auf den Matten im Dojo des Ausrichters des TSV Großhadern. Dass der Hausherr Großes vorhatte, konnte man schnell feststellen. Er bot eine in allen Gewichtsklassen gut besetzte Mannschaft auf, deren Starter Erfolge auf Deutschen Meisterschaften und internationalen Turnieren vorweisen konnten. Aber die Begegnung mit dem Turnierfavoriten stand für die Nienhäger noch nicht an. Zunächst musste man sich mit den Gegnern aus dem eigenen Pool beschäftigen.

Nach einem Freilos war die Begegnung mit dem JC Steinheim aus Württemberg zu meistern. Bei sieben Gewichtsklassen pro Mannschaft ist ein Team auf der sicheren Seite, wenn mindestens vier Starter ihre Kämpfe gewinnen. Die Kampfgemeinschaft (KG) blieb am unteren Limit: Leon Strüber, Jan-Hendrik Köhler, Felix Edling und Johannes Wieser holten die nötigen Punkte, am Ende hatten die KG 4:3 gewonnen.

In der zweiten Kampfpaarung ging es schon um Alles oder Nichts. Einzug ins Finale oder Trostrunde hieß das Motto des Kampfes gegen Budokan Heiligenstadt (Thüringen). Nach Änderungen in der Kampfliste waren es diesmal Tim Gramkow, Julian Stelzer, Maik Dittrich und erneut Köhler, die für vier Siege sorgten. Dazu kamen zwei verlorene Kämpfe und ein Unentschieden durch Edling. Die Kampfgemeinschaft stand damit als einer der beiden Finalteilnehmer fest.

Im anderen Pool hatte sich eindrucksvoll der TSV Großhadern in seinen beiden Begegnungen mit 6:1 und 5:1 durchgesetzt, war damit in heimischer Halle der zweite Finalist.

Die Frage, ob für die heimischen Jungs noch mehr drin war, blieb bis zum Schluss ziemlich spannend. Nach Führung durch Strüber und Gramkow arbeiten sich die Großhaderner schnell heran. Nach einem erneuten Punktgewinn von Edling entschied erst der letzte Kampf die Begegnung - zugunsten der Bayern.

Tränen gab es bei den jungen Judoka keine. Die Jungs freuten sich über die Silbermedaille und darüber, ganz oben in der nationalen Spitze gleichwertig mitgespielt zu haben. Auch das Trainertrio war in Festtagslaune: „Das war der verdiente Lohn für bis zu 13 Stunden Training in der Woche“, jubelte Edling.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt