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Lokalsport Personaldebatten belasten SVG Celle
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17:23 25.04.2013
Von Christoph Zimmer
„Ich fühle mich fit genug, noch eine Saison zu spielen“: Nur ob Außenspielerin Jolanda Robben (Mitte) auch in der kommenden Spielzeit für den SVG Celle auflaufen wird, ist noch unklar. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Kathrin Schulz ist das Gesicht der neuen Mannschaft. Das liegt weniger an den sportlichen Leistungen der 22 Jahre alten Rückraumspielerin in dieser Spielzeit, sondern vor allem daran, dass sie als einzige Spielerin aus dem aktuellen Kader des Handball-Zweitligisten SVG Celle einen Vertrag über das Saisonende hinaus besitzt. Für eine komplette Mannschaft reicht das lange nicht. Verständlich, dass Thomas Kahle vor dem Heimspiel gegen TV Nellingen (morgen, 19.30 Uhr) bei den Entscheidungsträgern auf Ergebnisse drängt. „Ich will wissen, wie die Mannschaft in der neuen Saison aussieht“, sagt der Trainer, dessen Vertrag ebenfalls Ende Juni ausläuft. An dieser Frage hängt auch seine Zukunft. „Erst wenn der Kader steht, werde ich eine Entscheidung treffen, wie es für mich weitergeht.“

Kahle hat das bereits vor drei Wochen gefordert. Passiert ist seitdem nichts. Nur bei Renee Verschuren und Mami Tanaka, deren Engagements im Sommer auslaufen, gibt es Klarheit. Verschuren wechselt in die Bundesliga zu Bayer Leverkusen, wo sie Europapokal spielen kann. Tanaka spielt in den Planungen des Vereins keine Rolle mehr. Gut möglich, dass sie nicht die einzigen Abgänge sein werden. „Wir wollen wissen, wie es in der nächsten Saison weitergeht“, sagt beispielsweise Jolanda Robben. Die Mannschaftsführerin hat zwar einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen, aber noch keine Entscheidung getroffen. Nach ihrer schweren Knieverletzung, die sie mehr als eineinhalb Jahre quälte, fühle sich sich „fit genug, noch eine Saison zu spielen“. Nur wo, ist offen. Sie habe „nicht so hart gearbeitet, um jetzt aufzuhören“. Der drohende personelle Umbruch ist auch ein Thema in der Kabine. „Natürlich sprechen wir darüber“, sagt Robben. Die Inhalte der Gespräche? „Das bleibt in der Kabine“, sagt Robben schmunzelnd. Belastend ist die Situation in jedem Fall – für Mannschaft und Trainer. „Das beeinflusst einen schon sehr“, sagt Robben, „wir wollen endlich Sicherheit.“

Gespräche gibt es bereits – aber keine Vollzugsmeldungen. Trotz des Sparzwangs, dem der Verein unterliegt, hat Joachim Niederlüke „positive Signale“ von den Spielerinnen wahrgenommen. Von den Spielerinnen, die der Manager halten möchte und denen, die er verpflichten will. „Wir geben erst etwas bekannt, wenn der Vertrag unterschrieben ist.“ Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr. In knapp drei Wochen ist die Saison vorbei.