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Lokalsport Pokalträume des TuS Bergen enden in Hude
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19:59 03.05.2015
Von Uwe Meier
Zehn Tore von Sabrina Schack waren letztlich zu wenig, - um dem TuS Bergen die - Finalteilnahme zu sichern. Quelle: Benjamin Westhoff (Archiv)
Bergen Stadt

Sie haben gekämpft, gerackert und alles versucht. Doch der Einzug ins Finale des Handball-Landespokals der Frauen blieb dem TuS Bergen verbaut. „Das war insgesamt ein Superspiel von uns“, sagte Trainer Dominik Blancbois und wollte Kritik an seinem Team gar nicht erst aufkommen lassen. „Die Spielerinnen haben wirklich alles versucht. Aber es sollte wohl einfach nicht sein“, meinte der Coach nach der 24:27-Niederlage gegen HSG Hude/Falkenberg im Halbfinale, in dem sein Team „teilweise gegen acht Leute“ spielen musste. Damit meinte er die Leistung der beiden Unparteiischen, die beim TuS-Coach nicht unbedingt Beifall erntete. „Letztlich war das aber nicht ausschlaggebend“, so Blancbois.

Die Berger Mannschaft war von über 40 Fans nach Hude begleitet worden. Sie machten die Partie aufgrund ihrer lautstarken Unterstützung zu einem Heimspiel. „Das war schon toll“, gestand Blancbois.

Sein Team hatte schlecht in die Partie gefunden. Gegen den Spitzenreiter der Oberliga Nordsee sah sich der Tabellenvierte der Oberliga Niedersachsen schnell einem 1:4 gegenüber. „Wir haben uns gegen die sehr offensiv ausgerichtete Huder Abwehr sehr schwergetan“, so Blancbois. Die Gastgeber agierten mit einer 3:3-Abwehr, die ausschließlich darauf bedacht war, das gegnerische Spiel zu zerstören. „Dadurch war das Spiel sehr zerfahren“, meinte Blancbois, dessen Mannschaft lange Zeit kein geeignetes Mittel gegen die taktische Variante des Gegners fand. „Wir haben den Ball nicht genügend laufen lassen, sondern haben uns viel zu sehr in Eins-gegen-Eins-Situationen verstrickt“, erklärte der TuS-Coach. Ballverluste und leichte Treffer für den Gegner waren die Folge.

Doch Bergen fing sich. Aufgebaut auf eine gute Abwehrarbeit, mit der man der HSG Hude/Falkenberg nur wenige gelungene Aktionen erlaubte, kämpfte sich das TuS-Team ins Spiel. Über 4:6, 6:8 schaffte man beim 11:11 nicht nur den Ausgleich, sondern ging wenig später sogar mit 13:12 in Führung. Die hielt jedoch nicht lange. Zur Pause lag Bergen knapp zurück.

Doch die Grün-Weißen ließen sich nicht abschütteln. Die Partie blieb auch nach dem Wechsel lange Zeit offen. Bergen schaffte in einem intensiv geführten Spiel beim 19:18 sogar nochmals die Führung. Doch erneut war diese nur von kurzer Dauer. Vielmehr bekam Hude/Falkenberg anschließend ein Übergewicht und zog auf 25:20 davon. „Eigentlich war das Spiel da schon für uns verloren“, meinte Blancbois. Doch seine Mannschaft belehrte ihn eines Besseren. „Sie hat dann ganz große Moral bewiesen“, meinte Blancbois. Trotz des deutlichen Rückstandes ließen die Spielerinnen die Köpfe nicht hängen und kämpften sich, angetrieben von ihren lautstarken Fans, bis auf 24:25 (57.) heran. Doch um dem Spiel noch eine Wende zu geben, reichte die Zeit nicht mehr. „Ein paar Minuten länger und wir hätten das Ding noch gewonnen“, so Blancbois.

Dass es eine ganz knappe Angelegenheit war, sah auch Hudes Trainer Thorsten Stürenburg. „So einen starken Gegner haben wir in der Nordseeliga nicht“, meinte der Coach über die Spielstärke der Berger Mannschaft. Für Blancbois war das Balsam für die geschundene Seele. „Kaufen können wir uns dafür zwar nichts. Aber es ist doch ganz schon, so etwas zu hören.“

Das Finale entschied die HSG Hude/Falkenberg mit 43:27 gegen HSG Heidmark für sich. Heidmark hatte das zweite Halbfinale gegen HSG Wilhelmshaven mit 36:32 gewonnen.

Uwe Meier

TuS Bergen: M. Harms, Döhler – Gehnke (1), Müller (1), Kübeck (1), Kautz (1), Wellmann, Kirchhoff (2), Ringert (4), Schack (10), Borges, Glasewald (4), Denecke, K. Harms.