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Lokalsport Rasanter Sport hoch zu Ross
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19:40 25.09.2018
Von Uwe Meier
Irgendwie alles durcheinander aber doch geplant: Echte Könner zeigten in Misselhorn wie Polocrosse richtig funktioniert. Quelle: Susi Brunke
Misselhorn

Wildes Hufgetrappel, laute Rufe und Anweisungen der Spieler auf ihren Pferden sowie schnelle, wendige Ritte auf dem Spielfeld. Für diejenigen, die diese Sportart zum ersten Mal beobachten, scheint es ein ziemliches Durcheinander zu sein. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Beim Polocrosse kommt es auf Präzision an, auf Reitkünste und Geschicklichkeit. All das stellten die Teilnehmer bei den German Open in Misselhorn unter Beweis. Teams aus den Niederlanden, Finnland und Deutschland kämpften dort zwei Tage lang auf dem Rücken ihrer Pferde um den Sieg.

Zum dritten Mal zeigten die Polocrosser auf der Anlage auf dem Misselhorner Hof ihr Können. Sechs Pferde, sechs Reiter, sechs kescherähnliche Schläger und ein Ball – das ist Polocrosse, eine rasante Mischung aus den Sportarten Polo und Lacrosse. Wie das richtig funktioniert, zeigten auf einem Spielfeld von einer Größe von 55 mal 156,5 Metern einige Top-Reiter im A-Level. Die hatten bereits im Sommer für die Niederlande die European Challenge 2018 gewonnen. Dazu gehörten auch Hidde Elsinga und Syen Entjes, die in Sambia aufgewachsen sind. „Sie haben Polocrosse quasi mit der Muttermilch aufgesogen und dort im Nationalteam gespielt“, erzählt Katja Banik vom Organisationsteam lächelnd. Da verwunderte es wenig, dass Elsinga bei dem Turnier als bester Spieler A-Level ausgezeichnet wurde.

„Spaß hatten alle an den Spielen, insbesondere, da es in Deutschland jährlich nur zwei Turniere gibt“, erklärte Banik von der Polocrosse-Spielergemeinschaft Garbsen Stelingen, die das Turnier organisiert hatte. Da nimmt man dann schon einmal kleinere Unannehmlichkeiten in Kauf. Aufgrund des kühlen Wetters übernachteten zwölf Niederländer lieber im Kutschenschuppen als im Zelt. Für die Gäste aus dem Nachbarland hatten sich jedoch alle Mühen gelohnt. Das Team Niederlande I sicherte sich vor den Finnen den Turniersieg.

Anschließend maßen sich gemischte Teams im B-Level, wobei das Niveau allerdings nicht vergleichbar mit dem des A-Levels war. Was zum Teil auch an den Pferden lag, die teilweise noch nicht oft Polocrosse gespielt hatten und die von Meyers Hof zur Verfügung gestellt worden waren. Doch so konnte auch den zumeist jüngeren Spielern die Chance auf einen Leistungsvergleich geboten werden.

Wegen des schlechten Wetters und der teils sehr langen Anfahrten der ausländischen Teams war der Turnierplan etwas verkürzt worden. Als es zu regnen anfing, wurde gerade die Siegerehrung durchgeführt. „Für nächstes Jahr sind bereits die vierten Polocrosse-Open in Misselhorn geplant“, so Banik. „Die meisten Polocrosser haben bereits zugesagt, auch 2019 wieder dabei zu sein.“ Und dann hofft Banik auch auf etwas besseres Wetter, damit einige Zuschauer mehr dabei sind, um sich diese rasante Sportart einmal näher anschauen.

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