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Lokalsport Rei(t)zvolles Duell
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18:09 08.11.2018
Von Oliver Schreiber
Wathlingens Engländer Kristian Callaghan (Foto) bekommt es gegen Kriftel mit dem deutschen Olympiasieger Christian Reitz zu tun. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wathlingen

WATHLINGEN. Zitternde Hände und Nervosität sind der natürliche Feind des Luftpistolen-Schützen. Daher hofft Erhard Oehns, Teammanager der Bundesliga-Pistoleros des SV Freischütz Wathlingen, dass sich die Aufregung bei seiner Nummer eins am Samstag um 17.30 Uhr in Grenzen hält. Dann trifft Kristian Callaghan nämlich auf den deutschen Vorzeigeschützen Christian Reitz. „Es war schon immer ein Traum von Kristian, mal gegen Reitz zu schießen. Der wird nun war. Ich kann schlecht einschätzen, ob ihn das hemmt oder motiviert“, erklärt Oehns.

Olympiasieger Reitz und der SV 1935 Kriftel dürften für die Freischützen eine Nummer zu groß sein. Die Südhessen haben bisher alle vier Wettkämpfe gewonnen, dabei nur einen einzigen Einzelpunkt abgegeben und liegen hinter der Braunschweiger SG auf Platz zwei. „Die sind unter normalen Umständen einfach eine Nummer zu groß für uns. Wenn wir hier einen Einzelpunkt holen, wäre das schon ein Erfolg für uns“, sagt Oehns.

In dieser Begegnung wird Jörn Nachtigall erstmals zum Einsatz kommen. Der Polizist war an den bisherigen Wettkampf-Wochenenden beruflich verhindert. Dafür fehlt Cedric Cammann, der sich eine Grippe eingefangen hat. Neben Nachtigall und Callaghan gehen Philip Aranowski, Torben Wolf und Christian Oehns für Wathlingen an den Schießstand. Von der Papierform her hat der SVW keine Chance. Callaghan kommt als bester Wathlinger bisher auf einen Schnitt von 379,50 Ringen, damit liegt er in etwa auf dem Niveau der Nummer vier beziehungsweise fünf von Kriftel. Reitz schießt im Schnitt 385,25 Ringe. „Daher können wir hier eigentlich selbst ohne Druck schießen und vielleicht versuchen, durch schnelles Schießen etwas Druck bei Kriftel zu erzeugen. Aber dann müssen die ersten schnellen Schüsse natürlich auch sitzen“, erläutert Oehns die Taktik. Beim letzten Aufeinandertreffen blieben die Freischützen ohne Einzelpunkt.

Eine Niederlage gab es in der Vorsaison auch beim Gastgeber SV Bassum, gegen den Wathlingen am Sonntag um 13 Uhr antreten muss. Die fiel mit 1:4 am Ende zu deutlich aus. „Das ging ständig hin und her mit wechselnden Führungen. Am Ende haben wir dann leider zu stark nachgelassen. Aber gegen Bassum haben wir sicherlich eine Chance auf den Sieg. Und das ist auch unser Ziel“, meint Oehns.

Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung dieser Partie. Bassum liegt als Vierter einen Platz vor den Wathlingern und wäre nach jetzigem Stand zur Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde berechtigt. Dies ist auch das große Ziel der Freischützen. Beide trennt bei 4:4 Zählern nur ein einziger Einzelpunkt. „Es liegt in diesem Jahr alles sehr dicht beisammen. Wir müssen gegen Bassum schon eine Top-Leistung abliefern. Wenn wir nach diesen beiden Wettkämpfen mit 6:6 Punkten nach Hause fahren, ist noch alles drin für uns“, glaubt Oehns.

In diesem Duell wird auf jeden Fall Jessica Schrader zum Einsatz kommen, die zuletzt schon eine starke Leistung gezeigt hatte und langsam an Bundesliga-Wettkämpfe herangeführt werden soll. Wer ihr weichen muss, hängt von den Ergebnissen des Vortages ab. Im Vergleich der bisher erzielten Resultate ist Bassum leichter Favorit, aber die Unterschiede sind bei weitem nicht so markant wie die zu Kriftel. „Daher rechnen wir uns hier schon etwas aus. Vielleicht können wir uns ja durch ein achtbares Resultat gegen Kriftel Selbstvertrauen holen. Der Wettkampf vor eigenem Publikum muss für Bassum nicht unbedingt von Vorteil sein, weil es meist auch den Druck erhöht. Das kennen wir ja von uns selbst“, so Oehns. Zitternde Hände sind halt der natürliche Feind des Sportschützen.

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