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Lokalsport „Riesen-Klops“: Falsche Bahn kostet Staiger bessere Platzierung
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13:42 25.06.2012
Von Heiko Hartung
Celle Stadt

Doch dann tippte ihm ein Schiedsrichter von hinten auf die Schulter. Grund: Der 68-Jährige Staiger hatte es verschwitzt, nach seinem zehnten Wurf die Bahn zu wechseln. So wurden ihm sieben Holz abgezogen. „Das war ein Riesen-Klops, aber ich bin selbst schuld“, gibt der Starter der Keglervereinigung Unterlüß zu. „Ich kegele seit 45 Jahren, aber so etwas ist mir noch nie passiert.“

Bei den folgenden Würfen spukte der Fehler noch im Kopf des ehemaligen Unterlüßer Bürgermeisters herum, ein Wurf endete sogar mit indiskutablen drei Holz. „Da war die Konzentration weg“, sagt Staiger. Am Ende stand für den Vorsitzenden der Unterlüßer Keglervereinigung bei seiner ersten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft der 13. Platz (861 Holz) von 24 Teilnehmern in der Klasse Herren C (65 Jahre und älter) zu Buche. „Eigentlich hatte ich einen Platz unter den besten Zehn angepeilt“, sagt Staiger, „aber mein Fehler hat eine bessere Platzierung verhindert.“ Entmutigen lässt sich der Kegel-Enthusiast, dessen inzwischen verstorbener Bruder Horst früher die Kegelbahn im Unterlüßer Hotel „Goldene Kugel“ betrieb, aber nicht. „Im nächsten Jahr versuche ich wieder dabei zu sein“, blickt Staiger nach vorn.

Aus dem Kreis Celle hat neben Staiger auch Jessica Höding bei den Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Bei ihrem ersten Start in der Damenkonkurrenz belegte das große Kegel-Talent den 18. Platz mit 880 Holz. Dabei konnte die für den Verein Celler Kegler (VCK) startende Höding mit der überaus starken Konkurrenz nicht ganz mithalten. Am Ende fehlten ihr 15 Holz zur Finalteilnahme. Immerhin lag sie als Landesvizemeisterin am Ende 21 Holz vor der Landesmeisterin Andrea Spiekermann, die den 23. Platz belegte.