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Lokalsport Polospieler des Jahres kommt aus Rixförde
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18:24 06.11.2018
Von Uwe Meier
In vollem Galopp über das Polofeld und dem Ball hinterher. Maximilian Bosch ist Spieler des Jahres 2018. Quelle: Ines von Frantzius
Rixförde

Es heißt, Polo gehört zu den schnellsten Mannschaftssportarten der Welt. Diejenigen, die diesen Sport bereits einmal beobachten haben, kommen schnell zu der Erkenntnis, dass diese Aussage durchaus zutreffend ist. Schnell, technisch anspruchsvoll und für Pferd und Reiter gleichermaßen anstrengend: Es gehört schon einiges dazu, um diesen Sport zu betreiben. Und wenn es dann auch noch erfolgreich funktioniert, ist man ein Meister seines Fachs. Die Mitglieder des Poloclubs Gut Rixförde haben ganz offensichtlich den Dreh raus. Immerhin beheimatet der Club die erfolgreichsten Spieler in Deutschland.

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Deutschen Poloverbandes wurden im Rahmen des Festabends in der Elbphilharmonie in Hamburg die Spieler des Jahres 2018 bekannt gegeben. Dabei setzte sich Maximilian Bosch gegen die 500 Mitbewerber aus Deutschland durch. „Das war schon ziemlich überraschend für mich“, sagte der Präsident des Poloclubs Gut Rixförde zum Titel „Spieler des Jahres“. Nicht ganz unerwartet wurde die deutsche Damen-Nationalmannschaft mit Sabrina Bosch, Laura Gissler-Weber (beide Poloclub Gut Rixförde), Eva Brühl und Marie Haupt zu den „Spielerinnen des Jahres 2018“ gekürt.

Völlig aus heiterem Himmel dürfte auch die Auszeichnung für Maximilian Bosch nicht gekommen sein. Immerhin blickt der 26-Jährige, der Polo als seine „große Leidenschaft“ bezeichnet, auf eine überaus erfolgreiche Saison zurück. Im April gewann er die 10-Goal-Copa de Pascua im Barralina Poloclub auf Mallorca, im Juni den Highgoal Charity Cup im Poloclub Chantilly, im Juli die Rixförder Polo Trophy und das Polopicknick 2018 in Münster. Im August stand er im Finale des 10-Goal Cote D‘Azur Cups und anschließend im Finale des 18-Goal-Turniers Open Du Soleil, wo er sich mit den besten Polospielern der Welt messen konnte. Im September kam ein Heimsieg mit dem Gewinn des 6-Goal Sunset Cups hinzu und kurz darauf folgte der Sieg beim Bremer-6-Goal-Cup 2018. „Auffallend ist seine faire und ehrliche Art und sein durchaus cleverer und taktischer Spielinstinkt“, hieß es in der Laudatio bei der Auszeichnung zum Spieler des Jahres. „Mit der Gründung des Poloclubs Gut Rixförde hat er sich selbst einen Traum erfüllt, aber gleichzeitig hat er durch intensivste Arbeit, zusammen mit seiner Schwester, ein Poloeldorado auf Gut Rixförde geschaffen, das seinesgleichen in Deutschland sucht.“

Von nichts kommt eben nichts. Es ist für ihn „schon mehr als ein Hobby“ gibt Maximilian Bosch zu. Eine Aussage, die nicht verwundert. Neben dem Aufwand, den er für den Sport selbst betreibt, gilt es auch, die gesamte Anlage in Rixförde in Schuss zu halten. „Das ist viel Arbeit. Der zeitliche Aufwand ist schon ziemlich hoch“, erzählt Bosch. Aber die positive Resonanz der Teilnehmer bei den Heimturnieren „gibt dafür viel Kraft.“

Und so ganz nebenher hat er kürzlich die Studiengänge Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen abgeschlossen. Jetzt ist er als selbstständiger Projektleiter für erneuerbare Energien tätig. Könnte es da nicht sein, dass es in nächster Zeit etwas ruhiger in Sachen Polo zugeht? „Dass alles unter einen Hut zu bringen, ist die nächste große Herausforderung“ gibt er zu. „Es wird aber sicherlich ein bisschen weniger werden.“ Doch die Heimturniere bleiben davon ausgenommen. „Die Veranstaltungen in Rixförde gehen auf jeden Fall weiter“, sagt er Turniere. „Da bleibt alles, wie es ist.“ Die Planungen dafür haben längst begonnen.