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Lokalsport Rixförder Polo-Team verliert erst im Finale
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16:12 18.09.2017
Im Finalspiel der Trophy setzten sich „Los Nocheros“ (schwarze Shirts) gegen den Poloclub Gut Rixförde durch. Quelle: Ines von Frantzius (2)
Rixförde

RIXFÖRDE. Wenn wieder jede Menge Reiter mit Bambusschlägern über das Gut Rixförde galoppieren, dann wird dort Polo gespielt. Fünf Teams aus Deutschland und Belgien haben sich bei der zweiten „Rixförder Polo Trophy“ um den Gesamtsieg duelliert.

„Los Nocheros“ setzen sich in einem spannenden Endspiel mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten gegen das Heimteam vom Poloclub Rixförde mit 7:1 durch. Lauter Applaus erklang von den mehr als 500 Zuschauern, die sich neben dem 274 Meter langen und 146 Meter breiten Feld versammelt hatten, als das Spiel zu Ende war – und zwar für beide Teams. Dritter wurden die „Hot Conejos“ aus Belgien, gefolgt vom Altavia Polo Team und den „Los Berlinosos“.

Die teilweise gemischten Teams bestanden aus jeweils vier Spielern und ungefähr 20 Pferden, die nach jedem der vier Chukkas (Spielabschnitte) gewechselt wurden, um den hohen Belastungen gerecht zu werden.

Auch wenn das Heimteam im Finale unterlag, durfte doch ein Rixförder jubeln: Max Bosch, Veranstalter und Präsident des Poloclubs zwischen Ovelgönne und Fuhrberg, spielte für die „Nocheros“ und steuerte gleich mehrere Treffer zum Sieg bei. Ihm gegenüber standen nicht nur sein eigentlicher Verein, sondern auch seine Schwester Sabrina Bosch sowie seine Freundin Laura Gissler, die beide für den Gastgeber spielten.

Aber nicht nur der Gewinn stimmte Max Bosch zufrieden. „Es hat einfach wieder alles gepasst“, so der 26-Jährige. Das Wetter, die Zuschauer, der Platz – es gab keinerlei Probleme und auch keine Verletzungen von Spielern oder Pferden. Allerdings hätte er sich gefreut, wenn noch einige Besucher mehr den Weg nach Rixförde gefunden hätten. Wahrscheinlich wäre dies so gekommen, hätte das Turnier wie geplant im Juli stattgefunden. Doch aufgrund der infektiösen Pferdekrankheit Equine infektiöse Anemie (EIA) wurde das Event verschoben.

Dass das Turnier trotzdem ein Erfolg war, bestätigte Zuschauerin Waltraut Hennecke, die sich zusammen mit ihrem Mann und Freunden zum ersten Mal ein Polospiel angeschaut hat. „Eine schöne Kombination aus Tier und Sport“, betont die Cellerin. Obwohl ihr die Regeln nicht bekannt waren, konnte sie durch die erklärende Moderation dem Spielverlauf durchgehend folgen. „Beim nächsten mal sind wir wieder dabei.“ Bosch freut es: „Wir wollen den Polo-Sport bekannter machen.“ Die nächsten Turniere sind schon in Planung.

Von Niclas Burmeister