Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Robben gegen Robben: Duell um die Spitze zwischen SVG Celle und Bad Wildungen
Sport Sport regional Lokalsport Robben gegen Robben: Duell um die Spitze zwischen SVG Celle und Bad Wildungen
21:37 12.12.2013
Von Uwe Meier
Nur nicht einschüchtern lassen. Die Aufgabe des SVG Celle im Topspiel gegen HSG Bad Wildungen wird kein Zuckerschlecken. Das wir auch Evelyn Schulz zu spüren bekommen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Ein Wiedersehen mit zwei ehemaligen Celler Spielerinnen – das Duell Robben gegen Robben und natürlich die Tatsache, dass zwei Spitzenteams der 2. Handball-Bundesliga Frauen im Duell Dritter gegen Erster aufeinandertreffen – das Spiel zwischen dem SVG Celle und der HSG Bad Wildungen hat es in sich.

„Natürlich ist das kein Spiel wie jedes andere“, gibt auch Celles Trainer Christian Hungerecker zu. „Dass wir das erleben dürfen, ist einfach ein Knaller. Wer hätte damit am Saisonbeginn schon damit gerechnet, dass wir im Dezember so ein Spiel vor der Nase haben. Und das auch noch zu Hause. Aber das haben wir uns auch erarbeitet.“ Es sei einfach eine Partie, auf die man sich einfach nur freuen kann. „Es ist für uns wie ein vorzeitiger Festtag“, so Hungerecker, den man „ohne Angst und Nervosität angehen kann“.

Bei aller Vorfreude wird im SVG-Team natürlich nicht vergessen, sich entsprechend auf das Topspiel vorzubereiten. Dazu gehörte auch ein Rückblick auf die erlittene Auswärtsniederlage in Zwickau am vergangenen Spieltag. „Natürlich haben wir die aufgearbeitet“, verrät der SVG-Trainer. In Vier- oder Sechs-Augengeprächen sei er mit den einzelnen Spielerinnen auf die Probleme eingegangen, die den SVG gegen Zwickau gehemmt sind. „Aber letztlich war es ein Spiel zweier Mannschaften aus der Spitzengruppe“, sagt Hungerecker. Es sei deshalb kein Grund für eine Untergangsstimmung. Und schon gar nicht, wenn man auswärts in einer solchen Partie mit nur einem Tor Unterschied verlieren würde.

Inzwischen gelte der Fokus längst der anstehenden Aufgabe gegen den letztjährigen Erstliga-Absteiger. Der sieht insbesondere Jolanda Robben gespannt entgegen. Immerhin tritt sie am Sonnabend ihre Schwester Miranda auf dem Spielfeld gegenüber. Bisher schlägt das Erfolgspendel eindeutig für Miranda aus. „Ich glaube, ich habe noch nie gegen sie gewonnen“, sagt Jolanda Robben schmunzelnd. Es wird also Zeit, dass sich daran etwas ändert. Zwar habe ihre jüngere Schwester einen Tag vorher Geburtstag, doch „am Sonnabend gibt es keine Geschenke mehr“, behauptet Celles Linksaußen.

Soll das gelingen, muss die SVG-Mannschaft einige Aufgaben erfolgreich bewältigen. Dazu gehört auch, dass man Wildungens Torjägerin Tessa Cocx in den Griff bekommt. Zuletzt brachte es die Kreisspielerin beim 35:28-Erfolg gegen Allensbach auf 18 Treffer. Sie führt mit 92 Toren aus zehn Spielen die Torschützenliste der 2. Liga an. Doch sie allein ist nicht die einzige Spielerin, die sich für das SVG-Team als Problem darstellen könnte. Insgesamt verfügen die „Vipers“ über eine „Erste-Sieben“ mit Erstligareife. Dazu gehören auch die beiden ehemaligen SVG-Spielerinnen Laura Vasilescu und Sarah van Gulik.

„Ich hoffe, dass wir mir einer gewissen Portion Lockerheit aber auch der nötigen Konzentration an die Aufgabe herangehen“, so Hungerecker, der seinen kompletten Kader inklusive der beiden Neuzugänge aufbieten kann. „Mit einem 14er-Kader können wir also so richtig auf die Tube drücken“, sagt er.