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Lokalsport Rückschlag für Tischtennis-Asse des TuS Celle 92: Weiße Weste zweimal beschmutzt
Sport Sport regional Lokalsport Rückschlag für Tischtennis-Asse des TuS Celle 92: Weiße Weste zweimal beschmutzt
14:38 19.12.2016
Von Oliver Schreiber
Eine echte Nummer eins: Philipp Floritz gewann allen seine vier Einzel in den beiden Spitzenspielen ohne Satzverlust. Dennoch sprang für den TuS Celle 92 insgesamt nur ein Punkt heraus. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

In der Tabelle fielen die 92er auf Rang drei hinter dem neuen Liga-Primus Hamm und Hertha BSC Berlin zurück. Nichtsdestotrotz bleiben die Herzogstädter trotz des nur einen erzielten Punktes gegen die beiden Ruhrpott-Teams weiter voll im Rennen um Meisterschaft und Aufstieg. Denn sowohl Hamm als auch Hertha müssen in der Rückrunde noch in Celle antreten.

Die Partie vor eigenem Publikum in der mit 150 Zuschauern voll besetzten Sporthalle der Altstädter Schule gegen Herne begann denkbar schlecht. Beide Doppel gingen mit 1:3 verloren, zum ersten Mal lag TuS in dieser Spielzeit zurück. Dies stachelte den Kampfgeist der jungen Celler Truppe an. Spitzenspieler Philipp Floritz verkürzte durch einen glatten 3:0-Sieg gegen den Serben Uros Gordic auf 1:2, Tobias Hippler musste gegen den Japaner Koyo Kanamitsu hingegen trotz Aufholjagd eine 2:3-Niederlage hinnehmen.

Im hinteren Paarkreuz entschied Kapitän Nils Hohmeier das Duell der beiden bisher besten Spieler in diesem Bereich (beide verloren erst einmal) gegen den Schweden Johan Hagberg knapp mit 3:2 für sich. Am Nebentisch musste sich Yannick Dohrmann dem an diesem Tag starken Bulgaren Vladimir Petkov geschlagen geben.

Floritz bewies dann in seinem Match gegen Kanamitsu, dass er ein echter Führungsspieler ist. Er ließ dem bis dato besten Spieler der Liga keine Chance und und blieb auch in seinem zweiten Einzel ohne Satzverlust. Hippler hingegen fehlte im oberen Paarkreuz an diesem Tag das Glück. Auch im zweiten Spiel musste er eine knappe 2:3-Niederlage einstecken, sodass die Hausherren mit 3:5 hinten lagen.

Der Druck lastete nun auf Hohmeier und Dohrmann, die beide gewinnen mussten. Und genau das taten sie. Hohmeier schlug Petkov in fünf Sätzen und verkürzte auf 4:5. Die Partie zwischen Dohrmann und Hagberg verlief zunächst ausgeglichen. Aber der Schwede hatte gesundheitliche Probleme und musste schließlich aufgeben, sodass wenigstens ein Punkt in der Herzogstadt blieb. Dementsprechend war TuS-Trainer Frank Schönemeier auch nicht unglücklich. „Wir haben eine gute Leistung gegen eine der besten Mannschaften der Liga gezeigt“, lautete sein Kommentar zum Spiel.

Ähnlich dramatisch verlief die Begegnung der beiden noch ungeschlagenen Teams tags darauf in Hamm. Anders als gegen Herne kam Celle gut aus den Startlöchern und führte nach den Doppeln und der ersten Einzelrunde im oberen Paarkreuz mit 3:1. Doch im unteren Paarkreuz mussten sowohl Hohmeier als auch Dohrmann Niederlagen einstecken. Floritz avancierte schließlich zum tragischen Helden. Trotz Krankheit brachte er mit seinem vierten deutlichen Einzelsieg an diesem Wochenende sein Team mit 4:3 in Front. Doch dies war zugleich der letzte Punkt, da anschließend sowohl Hippler und Hohmeier (beide erneut erst im Entscheidungssatz) als auch Dohrmann jeweils den Kürzeren zogen.